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FC Hansa : Ostfriese mit afghanischen Wurzeln will bei den Profis Fuß fassen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach guten Leistungen im Rostocker Amateur-Team klopft Milad Faqiryar bei der Drittliga-Mannschaft an / Erhält er im Landespokal eine Chance?

Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um zwei Schritte voranzukommen. Diese Binsenweisheit könnte auf Milad Faqiryar zutreffen. Der 21-Jährige, der seit Saisonbeginn bei den Amateuren des FC Hansa aktiv ist, durfte Anfang der Woche erstmals bei der ersten Mannschaft der Rostocker reinschnuppern – und kommt damit seinem Traum, Fußball-Profi zu werden, ein Stück näher.

„Als ich die Nachricht erhielt, oben mitzutrainieren, war ich überglücklich, aber nicht überrascht. Nach meinen jüngsten Leistungen bei den Amateuren wurde mir von den Trainern gesagt, dass ich nah dran bin. Jetzt hat es geklappt“, freute sich Faqiryar, der für Hansas Reserve bislang alle sieben Punktspiele absolvierte und zwei Treffer erzielte.

An gesundem Selbstvertrauen scheint es dem gebürtigen Ostfriesen mit afghanischen Wurzeln nicht zu mangeln. „Am ersten Trainingstag bei den Profis war ich noch nervös. Später wurde es besser, habe ich ein paar lautstarke Ansagen gemacht.“

Seine „breite Brust“ ist nicht ganz unbegründet, war doch der Youngster, der die Jugendschulen von Kickers Emden und dem VfB Oldenburg durchlief, in der vergangenen Saison beim BV Cloppenburg in der Regionalliga Nord aktiv (24 Einsätze/3 Tore/2 Vorlagen).

Insofern mutet sein Wechsel im Sommer zum Rostocker Oberligisten auf den ersten Blick wie ein Rückschritt an. Nicht so für Faqiryar: „Dass ich eine Liga zurück muss, habe ich akzeptiert. Ich hoffe, dass auf diese Weise für mich der Weg in die 3. Liga etwas leichter ist. In Cloppenburg hätte das nicht so einfach funktioniert.“

Sein kühner Plan, über Hansas zweite Mannschaft den Weg zu den Profis zu finden, könnte aufgehen, sofern der Defensiv-Allrounder unter Trainer Peter Vollmann eine Chance erhält.

Eine Gelegenheit böte das Landespokal-Spiel des Drittligisten am Sonnabend (15 Uhr) bei West-Landesligst Hagenower SV. Dabei könnte Faqiryar flexibel eingesetzt werden. „In Cloppenburg habe ich linkes Mittelfeld gespielt, bei Hansa II kam ich als Sechser zum Einsatz. Aber eigentlich bin ich gelernter Innenverteidiger“, sagte der groß gewachsene, kopfballstarke Schwarzschopf. An mangelndem Selbstbewusstsein sollte sein Profi-Debüt nicht scheitern.

 

Welcher Hansa-Profi sich im gestrigen Nachmittags-Training eine schwere Knieverletzung zuzog und mehrere Wochen ausfällt, wie oft die Rostocker bereits im Pokal auf Hagenow trafen und wie diese Duelle ausgingen, das und mehr lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der NNN.

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