zur Navigation springen

Ringen : Nur wegen unglücklicher Umstände nicht Dritter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

KG PSV Rostock/SV Warnemünde in der Jugendliga auf Rang vier / Teamverantwortlicher Burkhard Schulz: „Wir wollten lernen und nicht Letzter werden. Das haben wir geschafft“

svz.de von
erstellt am 01.Jan.2014 | 16:34 Uhr

Zwar mussten sich die Talente der Ringer-Kampfgemeinschaft PSV Rostock/SV Warnemünde in der Jugendliga Nord für die Sechs- bis 14-Jährigen mit dem vierten und damit vorletzten Platz der Gruppe B begnügen, doch wurden die Schützlinge der Trainer André Lenz, Lars Abrutat (beide PSV) sowie Bernd Meyer und Benno Gallinat (beide SVW) nur aufgrund unglücklicher Umstände nicht Dritter. Beim 19:21 in der heimischen Turnhalle Kranichweg in Evershagen hätten sie sogar um ein Haar den Staffelmeister SC Roland Hamburg bezwungen.

So beurteilte denn auch der Teamverantwortliche Burkhard Schulz die Rückkehr der Ostseestädter in das Nachwuchs-Mannschaftsringen nach zehnjähriger Abstinenz als positiv: „Ja, auf alle Fälle. Wir sind gestartet, um zu lernen und nicht Letzter zu werden. Das haben wir geschafft. Und hätte sich nicht gleich zum Saisonauftakt Roman Kertner verletzt, so dass wir die Gewichtsklasse 46 Kilogramm danach sechsmal nicht besetzen konnten, weil wir dafür keinen adäquaten Sportler hatten, wären uns von den vier Vergleichen mit dem SC Roland sowie Lübtheen/Demmin auf alle Fälle zwei nicht verloren gegangen.“

Besonders ärgerlich war das 18:20 zum Abschluss bei den Berliner Nordlichtern. Mit einem Sieg hätten die Ostseestädter noch Platz drei erkämpft, doch als sich der Pkw mit den beiden Neubrandenburger Gastringern an Bord auf der Autobahn verfranzte und klar war, dass sie nicht mehr rechtzeitig rankommen, stand es schon vor dem „Anpfiff“ 0:8, und das war dann nicht mehr zu drehen.

Ein Nachteil der Jugendliga-Kampfnachmittage ist, dass sie manchmal – wie beide Male gegen die KG Vorpommern und zumal, wenn dann auch noch zwei Gewichtsklassen ausfallen – mitunter schon in weniger als einer Viertelstunde, im Extremfall sogar unter zehn Minuten (!) gerungener Gesamtzeit vorbei sind. Die Einzelvergleiche, die tatsächlich über die vollen zweimal zwei Minuten gehen, sind klar in der Minderheit. Das Problem der so trotz freien Eintritts nicht übermäßig hohen Attraktivität für den allgemein sportinteressierten Zuschauer ist aber erkannt. Burkhard Schulz: „Im nächsten Jahr wollen wir in Angriff nehmen, dass immer drei Mannschaften direkt aufeinandertreffen und nicht nur zwei. Dann kann so eine Veranstaltung schon mal zwei Stunden dauern.“

Die Verlässlichkeit in Person bei den „Küstenringern“ war Florian Wiesemann vom PSV, der in der Kategorie 28 kg in beiden Stilarten (Freistil und Griechisch-Römisch) fünf vorzeitige Siege auf Schultern oder durch technische Überlegenheit einfuhr. Erst zum Saisonausklang beim 18:20 bei den Berliner Nordlichtern, als er eine Kategorie höher antrat (31 kg F), musste er gegen seinen Kontrahenten James Schreiner eine knappe 1:2-Punktniederlage einstecken.

Fünfmal schulterte Leo Meyer (+63 kg F und GR) seine Kontrahenten, zweimal unterlag er. Erst seit einem halben Jahr aktiv, spielte der Warnemünder vor allem seine körperliche Überlegenheit aus.

Auf ebenfalls fünf Erfolge brachte es der Neubrandenburger Gaststarter Dschabrail Aslambekow (42 kg F und GR), zwei davon allerdings kampflos. Er gab sich wie Florian Wiesemann nur ein einziges Mal geschlagen.

Zu überzeugen wusste gleichfalls Kapitän Eric Pillat vom SVW (63 kg F und GR) mit vier klaren Triumphen. Allein Alexander Biederstädt musste er sich beim 17:21 gegen Lübtheen/Demmin knapp beugen.

Auf vier 4:0-Siege und eine Niederlage kam auch Philipp Augustin aus Neubrandenburg (55 kg F und GR, 63 kg F).

Neben den Genannten kamen in der Saison 2013 zum Einsatz: Fabian Wiesemann, Moritz Langer, Roman Kertner, Karl Thoms, Maximilian Thoms und Antony Nitzschner (alle PSV Rostock), Philipp Nguyen Ho, Max-Marten Lüttge, Eugene Gallinat, Tien Nguyen Ho, Rostislav Koliberdin und Benny Giertz (alle SV Warnemünde) sowie Dalgat Amirov (Neubrandenburg).
Heimkämpfe: Berliner Nordlichter 20:20, SC Roland Hamburg 19:21, KG Lübtheen/Demmin 17:21, KG Vorpommern 24:12
Auswärts: KG Vorpommern 28:12, SC Roland Hamburg 17:23, KG Lübtheen/Demmin 17:21, Berliner Nordlichter 18:20

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen