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Hansa verliert in Köln : Nötige Ruhe nicht gefunden

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Fußball-Drittligist Hansa Rostock verliert bei Fortuna Köln mit 0:1 und rutscht auf Tabellenplatz 15 ab

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 21:10 Uhr

Fußball-Drittligist FC Hansa konnte am 11. Spieltag den Schwung vom 4:2-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld nicht mitnehmen und unterlag am Abend vor 2293 Zuschauern im Südstadion Fortuna Köln mit 0:1 (0:1). Der Neuling, der nach 13 Jahre Abstinenz erst in diesem Sommer in den Profifussball zurückgekehrt war, zog mit dem dritten Sieg auch in der Tabelle an den Ostseestädtern vorbei. Hansa ist jetzt 15.

Hansa-Trainer Peter Vollmann nahm die erwartete Veränderung vor und ersetzte den gelb-gesperrten Innenverteidiger Steven Ruprecht durch Denis-Danso Weidlich. Im Angriff erhielt trotz der Rückkehr von Marcel Ziemer erneut Mustafa Kucukovic den Vorzug. Kuriosität mit dem Anpfiff: Fortuna-Präsident Klaus Ulonska ging persönlich mit dem Klingelbeutel herum und rief „Hallo, der Ball ist da“. Er schritt unermüdlich die Reihen der Haupttribüne ab und bat um Spenden für seinen Verein.

Hansa, spieltechnisch einen Tick besser, musste das Spiel machen, tat sich dabei schwer. Die Gastgeber operierten hauptsächlich mit langen Bällen in die Spitze. Die Gäste kamen zu einigen Halbchancen. Srbeny scheiterte aus spitzem Winkel am Kölner Keeper (5.). Ein Querpass von Blacha fand keinen Abnehmer (13.). Den ersten „Riesen“ der Partie bekam jedoch die kampfstarke Fortuna. Nach einem Stellungsfehler von Hansa-Kapitän Stuff tauchte Kraus frei vor dem Rostocker Tor auf, verzog aber knapp (29.). Zwei Minuten später machte es Kessel besser, zog energisch an drei Hanseaten vorbei und traf zum 1:0 für die Hausherren.

Der FCH hätte sofort antworten können, verpasste nach einem tollen Konter über Stevanovic und Srbeny durch den freistehenden Bickel aus elf Metern den Ausgleich. Sein Versuch, der einfach ins Tor muss, kullerte knapp am rechten Pfosten vorbei (33.). Das wäre die passende Antwort gewesen. Unterdessen hatte im Übrigen Ulonska mit seinem Sparschwein auch die Gegentribüne erreicht.

Mit Beginn der zweiten Hälfte zündeten einige Chaoten im Hansa-Block Pyrotechnik und sorgten für eine knapp einminütige Unterbrechung der Partie. Hansa versuchte, die Kontrolle zu übernehmen, machte allerdings zu viele einfache Fehler. Ein Ballverlust von Gröger führte fast zum 2:0 durch Kraus (53./knapp vorbei). Nach einer Stunde reagierte Vollmann und Ziemer kam für Srbeny. Fortuna-Chef Ulonska sah dies mittlerweile von seinem Platz auf der Haupttribüne.

20 Minuten vor dem Ende setzte ein heftiger Schauer ein, der das Geläuf sehr schnell werden ließ, passend zur Spielweise der Kölner, die dem FCH einfach den Schneid abkauften. So sehr sich die Norddeutschen auch bemühten, sie bekamen keine Ruhe in die Partie. Stattdessen vergab Fortuna sogar noch mehrere Großchancen – Kraus (73./aus fünf Metern über das Tor) und Rahn (80./per Kopf drüber). Kommentar Ulonska: „Ich kann die Chancen ja nicht alleine reinmachen.“


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