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3. Fußball-Liga : Neuling sorgt für Lichtblick

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansas Aleksandar Stevanovic überzeugt im defensiven Mittelfeld / Lob von Trainer Peter Vollmann

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2014 | 10:10 Uhr

Wenn in diesen Tagen beim FC Hansa überhaupt jemand für positive Schlagzeilen sorgt, dann ist es Neuzugang Aleksandar Stevanovic. Der zuletzt vereinslose Profi, der von den Rostockern kurzfristig für das defensive Mittelfeld verpflichtet wurde, fügte sich in den ersten drei Partien über die jeweils volle Distanz ordentlich ein.

„Ich fühle mich hier wohl. Der Trainer und die Mannschaft haben mir das Gefühl gegeben, dass sie mich brauchen. Das will ich mit Leistung zurückzahlen“, sagte Stevanovic, der bei Hansas 4:2-Sieg gegen Bielefeld einen Einstand nach Maß feierte. „Dadurch war es für mich leicht, Selbstvertrauen zu tanken und den Schwung in die nächsten Partien mitnehmen.“

Dabei fungierte der 22-Jährige als Abräumer vor der Abwehr und leitete neben Max Christiansen den einen oder anderen vielversprechenden Angriff ein. „Max hat ein gutes Spielverständnis. Deswegen fiel es mir leicht, mit ihm auf der Sechs zu spielen. Er versteht, was ich in den einzelnen Situationen vorhabe“, gab Stevanovic, der in Essen geboren wurde, das Kompliment an seinen Mitspieler weiter.

Auch Trainer Peter Vollmann zeigte sich vom Neuzugang angetan. „Aleks hat einen vernünftigen Eindruck hinterlassen. Er hat sicher noch 20 Prozent Potenzial, dass er abrufen wird, wenn er die Vorbereitung im Winter mitgemacht hat.“

An den Niederlagen gegen Fortuna Köln (0:1) und zuletzt gegen den MSV Duisburg (1:3) konnte der ballsichere Deutsch-Serbe, der beim Bundesligisten Werder Bremen nie richtig zum Zuge kam, allerdings nichts ändern. „Ich kann nicht erklären wie es dazu gekommen ist. In der ersten Halbzeit haben wir dem Gegner nicht eine Torchance gestattet. In der zweiten Hälfte bekamen wir ein unglückliches Freistoßtor herein. Danach kippte die Stimmung…“, beschrieb Stevanovic die jüngste Pleite.

Angesprochen auf die Kritik von Vollmann, der das Laufvermögen seiner Truppe bemängelte, antwortete der Neuling diplomatisch: „Jeder muss für sich entscheiden wie viel er bereit ist, für die Mannschaft zu investieren. Wir müssen spielerisch mehr nach vorne tun und nach hinten besser werden. Dazu gehört auch das Laufen. Wir müssen am Komplettpaket arbeiten.“

Klingt nach einer Menge Baustellen, die die Rostocker zu beackern haben. Stevanovic will sich jedenfalls vom derzeitigen Negativ-Trend nicht beirren lassen. „Wir sollten das, was wir in der ersten Halbzeit gut machen, in der zweiten Halbzeit fortführen. Wir dürfen nicht auf die Tabelle schauen, sondern müssen uns auf das nächste Spiel konzentrieren und das Beste aus der Situation machen.“ Vielleicht überträgt sich sein Optimismus ja schon bald auf die gesamte Mannschaft.

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