HC Empor : Nach dem 10:16 den Schalter umgelegt

Konzentriert bis in die Haarspitzen der sehr gute Paul Porath in Erwartung des Wurfes von Simon Keller. Der Keeper hatte ebenso wie Roman Becvar (r.) großen Anteil am Sieg.
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Konzentriert bis in die Haarspitzen der sehr gute Paul Porath in Erwartung des Wurfes von Simon Keller. Der Keeper hatte ebenso wie Roman Becvar (r.) großen Anteil am Sieg.

Die Rostocker Handballer werden von TuSEM Essen beinahe abgeschossen, gleichen aber mit dem Pausenpfiff aus und gewinnen 29:28

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12. Dezember 2014, 22:14 Uhr

Ganze 48 Stunden lagen zwischen beiden Anpfiffen – und fast ein Unterschied wie Tag und Nacht zwischen den Leistungen, die die Zweitliga-Handballer des HC Empor am Mittwoch beim 26:30 gegen Saarlouis und am Freitagabend im Duell mit TuSEM Essen zeigten. Nach freilich anfangs riesigen Schwierigkeiten und sechs Toren Rückstand brachte eine Steigerung in allen Belangen den Rostockern den 29:28-Sieg.

Es ging erschreckend los. Nach der für lange Zeit einzigen Führung beim 2:1 (5.) gerieten die Blau-Gelben ins Hintertreffen, glichen viermal aus, drohten dann aber mehr und mehr abgeschossen zu werden. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn Essen traf viel zu simpel und viel zu schnell immer wieder mit Fernwürfen. Empor bekam hier Keller, Hegemann und Hansen einfach nicht früh genug gestört. Hinzu gesellte sich eine völlige Einfallslosigkeit im Angriff. Im Gegensatz zu den Gästen musste sich der HCE alle seine Treffer mühsam erarbeiten, und irgendwann bekam er auch das nicht mehr hin. Die Quittung folgte mit den Zwischenstationen 7:11 (16.), 9:14 (20.) und 10:16 (22.). Doch die Probleme waren erkannt, und die Rostocker stellten um, krempelten jetzt die Ärmel hoch, um ihre Mängel aus der Welt zu schaffen. Mit dem Wechsel im Tor – der sehr gute Paul Porath kam für Kominek –, einer jetzt deutlich aggressiver und offensiver zupackenden Abwehr sowie der nunmehr von Becvar statt Hövels besetzten Regieposition kamen endlich hinten die Ballgewinne, kam auch die Halle: Super Stimmung in der Ospa-Arena, als der Rückstand immer mehr zusammenschmolz. Empor ließ acht Minuten lang kein Gegentor mehr zu, und mit dem Pausenpfiff rundete Gruszka per Siebenmeter einen 6:0-Lauf der Gastgeber zum 16:16 ab.

Mit dem 17:16 (32.) holten sich die Ostseestädter die Führung zurück, steckten auch das 19:20 (36.) und 20:21 (37.) während einer gegen Becvar verhängten Zeitstrafe weg und legten wieder vor: 21:22 (39.) – 24:22 (44.). Vergessen war der phasenweise Auftritt wie ein Absteiger in der ersten Halbzeit!

Bis auf 27:24 (50.) ziehen die Rostocker weg, aber auf einmal treffen sie nicht mehr… Essen liegt nur noch ein Tor hinten (28:27/52.). Doch der HCE hat Paul Porath, und der verhindert mit Glanzparaden den Ausgleich (54., 56., 57.) – bis dann doch das 28:28 fällt. Eine Minute vor Schluss trifft Papadopoulos zum hart erkämpften, gleichwohl nicht unverdienten Sieg. Ein Ballverlust der Essener bereitet der Spannung ein Ende.

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