Rudern : Mit viel Schub in die Saison gestartet

Bärenstark präsentierte sich Stephan Krüger im Einer-Duell über 6000 m. Der Athlet vom Olympischen Ruderclub Rostock distanzierte den WM-Fünften Marcel Hacker deutlich.
Bärenstark präsentierte sich Stephan Krüger im Einer-Duell über 6000 m. Der Athlet vom Olympischen Ruderclub Rostock distanzierte den WM-Fünften Marcel Hacker deutlich.

Stephan Krüger, Hannes Ocik und Julia Wärmer zeigen im vorolympischen Jahr beachtliche Frühform

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31. März 2015, 08:44 Uhr

Der Rostocker Ruderrecke Stephan Krüger hat am Wochenende das Einer-Duell der schweren Männer auf dem „langen Kanten“ von Leipzig-Burhausen gewonnen. Der Athlet vom Olympischen Ruderclub (ORC) distanzierte nach sechs Kilometern den WM-Fünften Marcel Hacker (Magdeburg) um 19 Sekunden überraschend deutlich. „Das war ein Hammerauftakt, aber auch nicht mehr. Die Form stimmt und das Selbstvertrauen bekommt einen zusätzlichen Schub“, relativierte der 26-jährige Sportsoldat seinen ersten Sieg in der vorolympischen Rudersaison.


Hannes Ocik empfiehlt sich für Achter


Die hat Anfang September bei der WM im französischen Lac d’Aiguebelette ihren Höhepunkt. Dort rudert die Weltelite nicht nur um die 14 Titel und Podiumsränge, sondern auch um die ersten Olympiatickets. „Bis dahin ist es noch ein langer Weg“, sieht auch Stephans Heim-Coach Meinhard Rahn Rennen Nummer 1 nur als gelungene Durchgangsetappe.

Zuvor planen er und sein „Leitwolf“ die Deutsche Meisterschaft im Kleinboot auf dem Brandenburger Beetzsee (17. bis 19. April). Dort wollen Krüger & Co. ihren soliden Auftakt mit A-Finalplätzen unter den Top sechs bestätigen.

Ebenfalls siegreich meldete sich der Schweriner Hannes Ocik im Kreis der Kandidaten für den Deutschlandachter zurück. Bereits am Vortag ruderte er auf dem Ergometer zu einer neuen Bestleistung (5:54 min. über 2000 m). „Nach dem verkorksten Jahr 2014, als ich gänzlich leer ausging, lief es bisher nach Plan. Ich bin beschwerdefrei und plane mit meinem alten Zweierpartner Max Munski am Zentrum des Deutschlandachters in Dortmund für Olympia Rio 2016“, steckt Hannes seine Ziele langfristig ab. Auf dem Elster-Saale-Kanal in Leipzig siegte er mit Max im Zweier und überraschte Erfolgscoach Ralf Holtmeyer.

Zweitplatziert und sichtlich erleichtert absolvierten Marie-Louise Dräger und Julia Wärmer (ehemals Lepke) ihren Countdown um WM-Tickets. Beide zählen unter Chef-Bundestrainer Marcus Schwarzrock nicht zur „Premium-Gruppe“ und müssen sich jeden Qualifikationspunkt hart erarbeiten. Julia fürchtet um den Achterplatz und Marie-Louise kämpft weiter gegen interne Widerstände. „Ich will mich mit Topleistungen anbieten und auf meine Chance für den Doppelzweier der leichten Frauen hoffen. Dafür zeigte ich mich nach überstandener Krankheit noch nicht in Bestform“, sagt die 33-jährige ORC-Athletin.

Julia und die Hallenserin Anne Becker gaben sich ebenfalls kämpferisch und belohnten sich mit nur 17 Sekunden Rückstand und Platz zwei für die Mühen der letzten Wochen. Nur etwas langsamer bewältigen Frauke Hacker und Laura Prieß den 6000-Meter-Parcours. Ebenfalls stark unterwegs zeigte sich der U23-Zweier Finn Knüppel und Malte Daberkow (Schwerin/Rostock) von Coach René Burmeister. Das Duo überzeugte als Fünftplatzierte im Feld der Achterkandidaten. Paul Heinrich vom Rostocker Ruderclub (RRC) ruderte, zeitgleich mit dem Achten, auf Platz zehn. RRC-Vereinskollegin Julia Leiding wurde Elfte im Einer der Frauen.

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