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3. Fußball-Liga : Mit Roelofsen auch gegen Münster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der holländische Interimstrainer wird den FC Hansa wohl auch am Sonnabend noch einmal betreuen

Bis zum 25. April hat Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock Zeit, einen neuen Cheftrainer zu verpflichten. Denn dann läuft die 15-Werktage-Frist des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ab. Nur bis dahin darf Robert Roelofsen noch das Team betreuen, da der Holländer nicht die nötige Fußball-Lehrer-Ausbildung besitzt. Bei allem zeitlichen Druck will sich Uwe Vester, Vorstand Sport der Ostseestädter, aber nicht hetzen lassen. Am Sonnabend im Heimspiel gegen Preußen Münster wird erneut Roelofsen die Verantwortung tragen. „Davon können wir zumindest ausgehen“, sagt der Manager, der aktuell zahlreiche Gespräche mit und über mögliche Kandidaten führt: „Ich versuche über jeden möglichst viele Informationen einzuholen und mir dann ein Bild zu machen.“


Eine 1A-Lösung ist nicht in Sicht

Eine 1A-Lösung hat Vester derzeit nicht, was angesichts des fortgeschrittenen Saisonverlaufs nichts Ungewöhnliches ist. „Die Realität ist ja, dass das, was man möchte, aktuell nicht auf dem Markt ist. Die erfolgreichen Trainer stehen unter Vertrag. Daher muss man in erster Linie schauen, wer verfügbar ist. Allerdings macht es dort dann auch keinen Sinn, irgendwelche Wasserstandsmeldungen abzugeben“, so Uwe Vester, der wie Vorstands-Chef Michael Dahlmann ein bisschen vom peinlichen Landespokal-Aus gegen den Fünftligisten 1. FC Neubrandenburg (1:2) überrascht wurde. Intern habe man ein Ausscheiden gegen den Oberligisten nicht für möglich gehalten. Als der Fakt eintrat, gab es aber auch keine andere Möglichkeit, als Cheftrainer Andreas Bergmann zu beurlauben. „Der Zeitpunkt ist jetzt denkbar ungünstig, doch durch den Pokal kam eine gewisse Dramatik hinzu. Es ist natürlich etwas anderes, wenn man sich zu einem Saisonwechsel eine Veränderung überlegt. Dann ist die Auswahl meistens wesentlich größer. Aber es ist, wie es ist, und wenn man an einer DFB-Liga teilnimmt, unterwirft man sich den Regularien des DFB. Daher werden wir auch innerhalb der Frist die richtige Lösung finden“, sagt Vester.

Sich mit einer Übergangslösung oder einem weiteren „15-Tage-Trainer“ in die Sommerpause zu retten, davon hält er nichts.


Teile des Aufsichtsrates favorisieren Böger

Derweil scheint Rostocks Aufstiegscoach von 2011, Peter Vollmann, aus dem Rennen zu sein. Nach NNN-Informationen gab es noch keinen Kontakt zu dem 56-Jährigen, der zudem Top-Favorit auf den Trainerposten beim möglichen Zweitliga-Absteiger Energie Cottbus ist und sich in dieser Woche offenbar mit den Lausitzern zu weiterführenden Gesprächen treffen wird. Im Aufsichtsrat der Rostocker soll die Personalie keine Mehrheit gefunden haben.

Einige Mitglieder des höchsten Kontrollgremiums des Vereins favorisieren dagegen offenbar eine Verpflichtung von Stefan Böger. Der Vertrag des ehemaligen Rostocker Profis (34 Spiele in der Saison 1991/92) als deutscher U16-Nationaltrainer läuft zum Saisonende aus und wird vom DFB nicht verlängert. Es ist davon auszugehen, dass der Verband einem vorzeitigen Wechsel des 47-Jährigen nicht im Wege stehen würde. Allerdings passt auf Böger das Anforderungsprofil der Norddeutschen nur bedingt. Bislang hat er im Männerbereich lediglich die Viertligisten VfB Lübeck und Holstein Kiel trainiert, ist seit 2008 beim DFB beschäftigt.

Zudem ist bei den Ostseestädtern wohl Michael Wiesinger ein Thema, der unter anderem den FC Ingolstadt von der 3. in die 2. Liga führte. Der 41-Jährige war zuletzt beim 3:4 des FCH in Halle im Stadion.

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