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Handball : Michael Höwt bleibt dem gelb-blauen Trikot treu

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Handballer vom Bad Doberaner SV blickt auf beachtliche Laufbahn zurück / Linksaußen feiert Ostermontag 24. Geburtstag

Einmal Gelb-Blau immer Gelb-Blau: Für Michael Höwt kommt fast nur diese Farbkombination in Frage. Ob im Kindesalter beim Schwaaner SV, in der Jugend beim HC Empor Rostock oder jetzt bei den Männern des Bad Doberaner SV – der Handballer streifte stets ein gelb-blaues Trikot über. Nur an die Farben der Landes- oder U20-DHB-Auswahlteams, für die der Linksaußen aktiv war, kann er sich nicht mehr erinnern. Bei dieser beachtlichen sportlichen Laufbahn ist es schon erstaunlich, dass Höwt am Ostermontag „erst“ seinen 24. Geburtstag feiert.

Höwt stammt aus einer sportbegeisterten Schwaaner Familie, in der sich alles um Handball dreht. Wie seine drei Geschwister Nicole, Matthias und Marcus wurde auch er von Vater Jürgen an den Sport herangeführt. „Als ich sechs Jahre alt war, nahm mich mein Vater zum ersten Mal mit zum Training. Er war mein erster Übungsleiter, bei dem ich mitunter nichts zum Lachen hatte“, erinnert sich der Schwarzschopf. „Aber es hat immer Spaß gemacht, weil unser Jahrgang recht erfolgreich war.“

Mit Michael Höwt kamen gleich sechs SSV-Spieler des 90-er Jahrgangs als B-Jugendliche zum HC Empor, um sich hier unter bekannten Trainern wie Helmut Wilk und Siegfried Sanftleben, später auch Maik Handschke und Holger Schneider weiterentwickeln zu können.

Das führte dazu, dass Michael Höwt gemeinsam mit René Gruszka und Florian Zemlin als A-Jugendlicher ins kalte Wasser der 2. Liga bei den Männern gestoßen wurde. Dazu meint der 1,86 Meter große Spieler: „Das war gar nicht so schlimm, wir mussten uns nur an die Härte gewöhnen und uns schnell freischwimmen.“

Das gelang bei den Männern des HC Empor zunächst gut. Höwt kam regelmäßig zum Einsatz, trug mit seinen Toren über die linke Außenbahn dazu bei, dass der Traditionsverein zweitklassig blieb. Dabei wurde auch so manche persönliche Flaute und Verletzung überwunden. „Manches hätte schneller gehen können“, meint sein Vater und erster Trainer. „Bei Rückschlägen leidet Micha und es dauert oft zu lange, bis er zum Ehrgeiz zurückfindet, der ihm aus einer Krise hilft. Da muss man Geduld haben.“

Diese hatte Empor-Trainer Dr. Rastislav Trtik nicht, als er ihn seinerzeit ausmusterte. „Immer nur auf der Bank zu sitzen, war nicht aufbauend. Deshalb bin ich über den Wechsel zum Bad Doberaner SV froh“, will er nichts weiter zum Thema Empor sagen.

„Im Team von Trainer Lars Rabenhorst kann ich mich einbringen und für die Mannschaft gute Dienste tun.“ So sieht es auch sein jetziger Übungsleiter: „Michael ist ein junger Spieler, hat aber schon viel Erfahrung, die uns hilft, in der Ostsee-Spree-Oberliga vorne mitzumischen. Eigentlich müsste er höherklassig spielen. Mit etwas mehr Willen und Einsatz kann ihm dies gelingen.“

Beim Thema 3. oder gar 2. Liga winkt Michael aber ab: „Sportlich ist dies sicher einen Angriff wert. Aber derzeit will ich lieber beruflich als Bürokaufmann vorankommen.“ Der Publikumsliebling, der in dieser Saison in 22 Spielen 129 Treffer markierte, hofft, weiter in Rostock bleiben und für den DSV Handball spielen zu können. Hauptsache in Gelb-Blau.

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