FC Hansa Rostock : Mehr als nur eine Alternative

Mit viel Einsatz überzeugte Lukas Scherff in seinem ersten Einsatz für den FC Hansa gegen Münster (hier Benjamin Siegert) und darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Start-Elf am Sonnabend in Erfurt machen.
Mit viel Einsatz überzeugte Lukas Scherff in seinem ersten Einsatz für den FC Hansa gegen Münster (hier Benjamin Siegert) und darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Start-Elf am Sonnabend in Erfurt machen.

Hansa-Youngster Lukas Scherff ist drauf und dran, sich den Posten des Linksverteidigers zu ergattern

von
11. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Youngster Lukas Scherff zählte zu den wenigen Lichtblicken im Team des FC Hansa beim bitteren 0:2 gegen Preußen Münster, dass Trainer Peter Vollmann letztlich den Job kostete. Für den 18-jährigen gebürtigen Schweriner, der in der 26. Minute für den angeschlagenen Sascha Schünemann in die Partie kam, war es das Profidebüt. Und das auf einer Problemposition der Rostocker: Seit Saisonbeginn suchen die Norddeutschen im Grunde nach einem Linksverteidiger. Die etablierten Kräfte wie Shervin Radjabali-Fardi (Kreuzbandriss) und Sebastian Pelzer (Fußprobleme) sind langzeitverletzt. „Aushilfskräfte“ wie zum Beispiel Kai Schwertfeger oder zuletzt auch Schünemann wussten bislang hinten links nicht gänzlich zu überzeugen.

Dies könnte nun die Chance von Lukas Scherff sein. Der gelernte Abwehrmann, der im Sommer 2010 von Eintracht Schwerin zur U 17 des FC Hansa wechselte, erledigte seine Aufgaben gegen Münster relativ souverän und wirkte angesichts seines Drittligadebüts wenig nervös. Auch Neu-Trainer Karsten Baumann – erst seit Dienstag im Amt – scheint dem 18-Jährigen das Vertrauen zu geben. Zumindest deuten die Erkenntnisse der ersten Trainingseinheiten daraufhin, dass Scherff auch am Sonnabend im Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Erfurt als Linksverteidiger die erste Wahl sein könnte. „Er hinterlässt einen guten Eindruck, ist ballsicher und präsentiert sich unaufgeregt“, so Baumann, der keine Probleme hätte, den Nachwuchsmann eine Chance zu geben: „Otto Rehhagel hat doch schon gesagt, dass es keine jungen oder alten, sondern nur gute oder schlechte Spieler gibt.“

Insgesamt zeigt sich Baumann nach seinen ersten beiden Tagen positiv überrascht, weiß aber auch, dass ein Trainerwechsel offenbar zusätzliche Kräfte mobilisiert. „Es ist ja relativ normal, dass wenn ein neuer Trainer kommt, dann auch wieder mehr Zug drin ist“, so der Chefcoach, der in der Torwart- sowie Kapitänsfrage erst kurzfristig entscheiden wird: „Diese Dinge sind momentan nicht so wichtig. Es gibt andere, mit denen ich mich zuerst beschäftigen werde.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen