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Motorbootrennsport : Mehnerts Rückkehr: So dicht davor wie seit Jahren nicht

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

An Land läuft die Maschine wieder: Der Rostocker Motorbootrennsportler Bernd Mehnert kommt seinem Comeback immer näher

svz.de von
erstellt am 02.Jul.2017 | 09:00 Uhr

„Sowohl gut als auch schlecht“ sei das Wochenende in Polen gelaufen: Der Rostocker Bernd Mehnert, einziger erwachsener Motorbootrennsportler des deutschen Ostens oberhalb von Berlin, kommt seinem Comeback immer näher.

Nein, der 57-Jährige vom WSV Hanseat konnte auch beim Lauf um die Deutsche Meisterschaft in der Formel R-1000 in Znin (Kujawien-Pommern) noch nicht wieder fahren. Aber er stand immerhin viel dichter davor als in den zurückliegenden mehr als vier Jahren gesundheitlich und technisch bedingter Wettkampf-Zwangspause.

Wegen erneuter Probleme an seinem blau-gelben Renner („Ständig setzt eine der Zündkerzen aus, aus dem Auspuff kommen Stichflammen – ich bin mit meinem
Latein am Ende“) war Mehnert eh nicht allzu optimistisch angereist. Doch er hatte nicht vergeblich auf Hilfe vor Ort gehofft…

Gleich nach seiner Ankunft am Freitag vor einer Woche wurde angefangen zu bauen. Bis in den Abend hinein war hauptsächlich die Mechanik für die Vergaser dran, am nächsten Vormittag die Elektrik. Letztlich lief der Motor wieder – auf dem Trockenen.

Dann am Sonnabend der erste Lauf. Bernd Mehnert berichtet: „Vom Rennleiter hatte ich die Genehmigung bekommen, dass ich eine
zusätzliche Warm-up-Runde fahren darf, also zwei statt der üblichen einen. Aber im Wasser ging der Motor dann nicht an, so dass ich wieder rausgekrant werden musste.“

Tags darauf war der Rostocker erneut theoretisch startbereit. Diesmal konnte er auf Grund des ungemütlichen Wetters nicht probieren, ob es nunmehr hinhaut mit der Technik: „Starke Windböen führten zu hohem Wellengang. Es war so stürmisch, dass das Wasser zum Boot hineinlief.“ Letztlich wurde kein weiterer Lauf mehr gestartet, kam es zum vorzeitigen Abbruch der Veranstaltung.

„Trotzdem war es ein erfolgreiches Wochenende. Ich habe zwar keine Wertung, weiß aber, dass der Motor wenigstens an Land angeht und dass die Grundeinstellung wieder stimmt“, so Bernd Mehnert, der sich bei allen Unterstützern herzlich bedankt, insbesondere bei Alt-Meister Reinhard Gerbert und Andreas Lenke aus Berlin sowie zuvorderst bei dem Dessauer Andreas Schulze: „Obwohl Mitkonkurrent, hat er mich mit Ersatzteilen versorgt. Ohne ihn wäre überhaupt nichts gegangen.“

Nun ist erst mal Training am nächsten Mittwoch auf der Warnow vor dem Gehlsdorfer Wellenweg geplant, gilt das volle Augenmerk dem Europameisterschafts-Lauf am 26./27. August in Berlin-Grünau.

 

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