2. Handball-Bundesliga : Malochen in Großwallstadt angesagt

So wie hier René Gruszka, Roman Becvar und Norman Flödl (v. l.) will Empor auch in Großwallstadt malochen.   Fotos: Scharnweber
So wie hier René Gruszka, Roman Becvar und Norman Flödl (v. l.) will Empor auch in Großwallstadt malochen. Fotos: Scharnweber

Empor-Handballer haben sich für das heutige Duell der ehemaligen Vereins-Europameister auf Schwerstarbeit eingestellt

svz.de von
01. März 2014, 08:38 Uhr

Vereins-Europameister 1980 contra Vereins-Europameister 1982 heißt es heute (19 Uhr Unterfrankenhalle Aschaffenburg) in der Begegnung der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem TV Großwallstadt und dem HC Empor Rostock. Vom Glanz ehemaliger Zeiten – 1979 standen sich beide Vereine auch im Endspiel des Europapokals der Landesmeister gegenüber, der TVG setzte sich mit 14:11/H und 16:18/A durch – ist hier wie dort allerdings nicht viel geblieben. Großwallstadt konnte in der vergangenen Saison den Abstieg aus der 1. Bundesliga nicht verhindern, die Hansestädter mussten sogar bereits 1993 „runter“. Aktuell stehen die Rostocker besser da, liegen nur drei Zähler von einem Aufstiegsplatz entfernt.

Trainer der Gastgeber ist mit Maik Handschke ein alter Bekannter. Der 47-Jährige coachte von 2003 bis 2008 den HCE, bevor er nach seinem Engagement beim ThSV Eisenach im November die Großwallstädter übernahm. „Zuletzt“, so Handschke, „hatte ich einiges zu bemängeln. Ich redete und redete, wie wir in der Abwehr zu stehen haben, stieß aber auf taube Ohren.“ So hat der 32-fache Ex-Nationalspieler vor der Partie gegen seinen früheren Verein verstärktes Defensivtraining angesetzt: „Wir müssen uns auf die schnellen Aktionen der Rostocker einstellen und mit Kampfgeist gegenhalten.“

SC DHfK Leipzig 23:25, 33:33 in Saarlouis, SG Leutershausen 27:27, 19:31 beim VfL Bad Schwartau – im Jahr 2014 ist der TVG noch ohne Sieg.

„Das soll auch so bleiben“, versichert Empor-Rechtsaußen René Gruszka. Er weiß aber auch: „Das wird eine hochbrisante Partie, in der wir den Aktionsradius beider Außen Michael Spatz und Florian Eisenträger einschränken sowie insgesamt in der Defensive gut stehen müssen.“ Keeper Robert Wetzel pflichtet ihm bei: „Das A und O wird eine gute Abwehrarbeit sein. Wir müssen die Anspiele auf Jannik Kohlbacher an den Kreis verhindern. Ich stelle mich auf Schwerstarbeit ein, möchte aber natürlich mein Hoch bestätigen.“

Vielleicht spielt den Ostseestädtern ja in die Karten, dass der Einsatz des israelischen Nationalspielers Chen Pomeranz wegen Knieproblemen ungewiss ist. Doch auch HCE-Coach Dr. Rastislav Trtik hat personelle Probleme: Vyron Papadopoulos konnte wegen eines Infektes, Lukas Gamrat infolge Schulterbeschwerden nicht trainieren. Zudem stehen bekanntlich Tom Wetzel, Sven Thormann, Oliver Milde und Neuzugang Nemanja Mladenovic nicht zur Verfügung. „Jammern hilft nicht. Malochen ist angesagt“, gibt Kapitän Jens Dethloff als Devise aus.


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