Eishockey : Lange Gesichter bei den Piranhas

Jens Stramkowski schoss gegen den Hamburger SV das 1:0. Dies schien die Erlösung für den REC zu sein – doch am Ende gab es lange Gesichter.
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Jens Stramkowski schoss gegen den Hamburger SV das 1:0. Dies schien die Erlösung für den REC zu sein – doch am Ende gab es lange Gesichter.

Mit dem 1:0 (38.) durch Stramkowski schien der Bann gebrochen, doch dann unterliegt der REC dem Hamburger SV mit 3:4 (0:0, 2:0, 1:4)

svz.de von
30. November 2014, 21:56 Uhr

Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs hatten an diesem Wochenende in der Oberliga Nord nur ein Spiel zu bestreiten. In diesem trafen sie zu Hause auf den Hamburger SV und verloren es mit 3:4 (0:0, 2:0, 1:4). Die Entscheidung fiel ausgerechnet im dritten, dem eigentlichen Parade-Drittel des REC.

Das Duell mit dem HSV war von der Kaderstärke her eindeutig: 17 einheimische Feldspieler standen elf der Gäste gegenüber, darunter der Ex-Rostocker David Vycichlo. Ansonsten war aber gar nichts klar. Zwar machten die Hausherren von Beginn an Druck, hatten auch ein Chancenplus, doch wenn dann mal die Hamburger bis vor den REC-Kasten kamen, wurde es gefährlich. So traf Oertel nur den Pfosten (7.) bzw. schob einen von Marsall verursachten Penalty am Tor vorbei (12.). Mit einem 0:0 ging es in die erste Pause…

Im Mitteldurchgang wurden die Rostocker immer druckvoller, konnten aber zunächst selbst eine 40-sekündige 5:3-Überzahl nicht nutzen, scheiterten immer wieder am überragenden Torwart und Förderlizenzler Deske vom DEL-Club Hamburg Freezers. Der hatte nach zwei Dritteln eine Bilanz von 42 (!) vereitelten Schüssen zu stehen. Erst Stramkowski mit einem überraschenden Schuss von der blauen Linie genau oben in den Winkel konnte ihn endlich zum 1:0 bezwingen (36.). Danach ging erst mal fünf Minuten gar nichts mehr, denn es regnete im Rahmen der „Teddy-Aktion“ von Hauptsponsor Autohaus Dethloff Plüschtiere aufs Eis, die natürlich auch wieder eingesammelt werden mussten. Krzyzyk erhöhte wenige Sekunden vor der Sirene auf 2:0, so dass sich die Überlegenheit des REC nun auch im Ergebnis widerspiegelte.

Wer nun dachte, der Rest würde zur Formsache, sah sich getäuscht: Die Piranhas wurden für ihre Mängel in der Chancenverwertung und im Überzahlspiel hart bestraft – der clevere HSV machte vor, wie es geht. Auch die Herausnahme von Keeper Neumann zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers brachte nichts mehr – 3:4!

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