2. handball-bundesliga : Lässt Empor die TuSEM-Serie reißen?

Vyron Papadopoulos beim Siebenmeter. Um am Freitag bei TuSEM  Essen  bestehen zu können, muss sich auch die Strafwurf-Verwandlungsquote zum Positiven verändern.
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Vyron Papadopoulos beim Siebenmeter. Um am Freitag bei TuSEM Essen bestehen zu können, muss sich auch die Strafwurf-Verwandlungsquote zum Positiven verändern.

Rostocker Freitag Abend mit dem besten Aufgebot bei den extrem heimstarken Essenern

svz.de von
05. Dezember 2013, 18:14 Uhr

Den Handball-Zweitligisten HC Empor erwartet am Freitag ab 19.30 Uhr bei TuSEM Essen in der Sporthalle „Am Hallo“ ein heißer Tanz. Das Team von der Margarethenhöhe liegt durch die um zwei Treffer bessere Tordifferenz punktgleich vor den Rostockern auf Platz vier. „Wie schwer die Aufgabe ist, unterstreicht die Heimbilanz der Gastgeber. Bisher haben sie zu Hause nur beim 33:33 gegen Bad Schwartau einen Zähler liegen lassen“, weiß HCE-Rechtsaußen René Gruszka zu berichten.

„Ich erwarte einen Kampf auf Augenhöhe. Wenn es uns gelingt, an unser 28:26 in Nordhorn anzuknüpfen, können wir die Rostocker mit ihrer unbequemen Deckung aufhalten. Dazu ist aber natürlich auch eine gute Chancenverwertung nötig“, sagt der Essener Coach Mark Dragunski, der TuSEM zu Saisonbeginn nach dem Abstieg aus der 1. Liga übernahm.

Sein Rostocker Kollege Dr. Rastislav Trtik sah bei seinem Team zuletzt beim 24:24 im Duell mit Erlangen eine überragende erste Halbzeit (13:7), musste danach aber „eine unfassbar negative Erfolgsquote im Torwurf“ feststellen, nicht zuletzt, was die Siebenmeter betrifft. Letzteres geht den Essenern allerdings ähnlich. Von 64 Strafwürfen verwandelten sie lediglich 41, macht 64 Prozent. Empor ist da sogar „besser“: 45:30 = 66,6 Prozent. Beide Werte sind unterirdisch und sprechen nicht gerade für die psychische Stabilität der Werfer. Den Versuch von Tom Wetzel aus der Erlangen-Partie nicht berücksichtigt, führt Vyron Papadopoulos mit nur 42,9 Prozent genutzten Siebenmetern die Negativ-Hitliste an. „So kann es nicht weitergehen. Das soll eigentlich eine Strafe für den Foulenden und nicht für uns sein“, sagt Trtik und fügt im Scherz hinzu: „Vielleicht sollten meine Spieler dazu übergehen, den Schiedsrichtern zu sagen: Lassen Sie mal, Freiwurf reicht auch.“

Der HCE tritt im Ruhrpott bis auf Dauerrekonvaleszent Sven Thormann (Knie) mit dem besten Aufgebot an. „Auch Tom Wetzel wird Spielanteile erhalten. Kann sein, dass er gleich in der Start-Sieben stehen wird“, kündigt Rastislav Trtik an.

Ungünstig ist, dass Oliver Milde erst am Spieltag zur Mannschaft stoßen kann. Der noch bis Monatsende von den Füchsen Berlin II Ausgeliehene muss in Vorbereitung seines Abiturs noch die Schulbank drücken.

„Essen ist aus meiner Sicht ein unbequemer Gegner. Die stehen in der Defensive mit ihrem 6:0-Riegel sehr kompakt, verfügen in Seidel und Hornyak über zwei schnelle Außen. Da müssen wir unbedingt die Anzahl unserer Fehlangriffe minimieren“, so Regisseur Florian Zemlin.

Kapitän Jens Dethloff fiel beim Studium des Kontrahenten auf: „Der Rückraum spielt viel mit dem Kreis zusammen. André Kropp erzielte von dieser Position immerhin bereits 62 Tore. Wir fahren aber mit dem notwendigen Selbstvertrauen Richtung Essen und wollen dort punkten.“

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