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Rudern : Krüger und Lepke wollen Medaille

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Ruderer kämpfen bis Sonntag bei den Europameisterschaften im serbischen Belgrad um Titel und Podestplätze

Bei den Ruder-Europameisterschaften in der serbischen Hauptstadt Belgrad kämpfen bis zum Sonntag 659 Athleten in 252 Booten aus 36 Nationen – neuer Teilnehmerrekord – in 14 olympischen und drei nichtolympischen Bootsklassen um Gold, Silber und Bronze.

Aus Rostock wollen Stephan Krüger (Olympischer Ruderclub Rostock) im Doppelzweier sowie Julia Lepke im Achter um Titel und Podestplätze mitrudern. Zudem ist Youngster Julia Leiding (beide Rostocker Ruderclub) als Ersatzfrau für den Doppelvierer vor Ort.

„Die Silberne aus dem Vorjahr war für das Team ein Seelenpflaster, nach den Enttäuschungen zuvor. 2011 die verpasste direkte Olympiaqualifikation und 2012 der siebente Rang waren nicht deckungsgleich mit unseren Träumen“, sagt Lepke. Diesmal soll es wieder mit dem Podium klappen, aber die Konkurrenz hat sportlich aufgerüstet. Insgesamt haben neun Frauenachter gemeldet. Neben Rumänien hoffen auch die Britinnen oder die diesjährigen WM-Gastgeberinnen aus Holland auf einen Podiumsplatz. Bundestrainer Thomas Affeldt sieht seine „Mädels“ in der Außenseiterrolle. Mit einem zweiten Platz hinter Rumänien schaffte es das deutsche Boot gestern direkt ins Finale.

Die noch amtierenden EM-Champions Hannes Ocik (Achter) und Paul Heinrich (Doppelvierer) verfolgen die aktuellen Duelle nur als Fans am Bildschirm. „Schade für Beide. Paul konnte sich über den Einer nicht für den Vierer anbieten. Hannes ist noch ein paar Bootslängen von der Bestform entfernt. Sein mehrwöchiges gesundheitliches Handicap verhinderte die Starts in der nationalen EM-Quali“, erklärt Rostocks Heimcoach Meinhard Rahn ihre Zuschauerrolle.

Er selbst ist für die Kontinentalmeisterschaft als Bundestrainer für den Doppelzweier verantwortlich: „Immer eine heiße Kiste. Jede Nation hat mindestens zwei Individualisten auf Topniveau.“ 2013 wurde der Doppelzweier bei WM und EM durch Europäer dominiert. Norwegen, Litauen und Italien teilten sich jeweils die Podiumsplätze. Ohne Edelmetall blieb dabei der Rostocker Stephan Krüger, der diesmal ohne seinen langjährigen Partner und Freund Eric Knittel (Berlin) einen neuen Angriff wagt. Der 25-jährige Vorzeigeathlet startet auf dem Sava Lake ein Comeback mit dem Ex. „Den Rollsitz von Eric hat Hans Gruhne übernommen“, benennt der Coach die Änderung zum Vorjahr und ergänzt: „2011 waren sie Vizeweltmeister im slowenischen Bled. Sie ticken rudertechnisch auf gleicher Wellenlänge und sind noch immer erfolgshungrig.“

An die Rennen mit dem Potsdamer und die Regattastrecke hat Stephan nur beste Erinnerungen: „Belgrad war im olympischen Jahr 2012 Austragungsort des Weltcups, und wir konnten das A-Finale für uns entscheiden.“

Der Auftakt verlief bereits vielversprechend. Durch einen Sieg im dritten Vorlauf zog das Duo Krüger/Hahne ins heutige Halbfinale ein.

In neuen Dimensionen muss der Ex-Rostocker Felix Drahotta denken und rudern. Durch den DRV-Erfolgscoach Ralf Holtmeyer (Dortmund) auf die exponierte Schlagposition des Deutschland-Achters befördert, muss der 25-jährige Sportsoldat diesmal nicht „nur mitmachen“, sondern Tempo und Rhythmuswechsel für die Crew siegführend vorgeben. „Es ist schon eine große Anerkennung für die bisher gezeigten Leistungen, aber auch eine enorme Verantwortung“, sagt Felix.

Gestern löste er die Aufgabe mit Bravour und schaffte mit dem Flaggschiff als Vorlaufsieger souverän den Sprung ins A-Finale.

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