Olympische Spiele : Krüger: „Ich kann das schaffen“

Kann er auch in Brasilien jubeln? Der Ruderer Stephan Krüger ist bei den Olympischen Sommerspielen dabei – und will aufs Podest fahren.  Fotos: Archiv
Kann er auch in Brasilien jubeln? Der Ruderer Stephan Krüger ist bei den Olympischen Sommerspielen dabei – und will aufs Podest fahren. Fotos: Archiv

Der 27-jährige Rostocker tritt bei den Olympische Spielen im Ruder-Doppelzweier an / Nach 2008 und 2012 will er seine Chance nutzen

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02. August 2016, 12:04 Uhr

Hoffnungen auf eine Olympia-Medaille kann sich ab Freitag der Rostocker Ruderer Stephan Krüger in Rio de Janeiro (Brasilien) machen. Der 27-Jährige tritt mit seinem Magdeburger Partner Marcel Hacker im Doppelzweier der Männer auf der olympischen Ruderstrecke an. „Eine Olympia-Teilnahme ist das Wichtigste für einen Sportler in seiner Karriere. Auch wenn ich schon zweimal teilnehmen durfte, gibt es für mich auch in diesem Jahr nichts Wichtigeres. Wenngleich ich bislang nicht so erfolgreich war, kann ich nun versuchen, es besser zu machen. Es geht halt nur alle vier Jahre, deswegen hat der Wettbewerb auch seinen besonderen Reiz“, sagt Krüger.

Der 1,88 Meter große Rostocker startet für den Olympischen Ruderclub Rostock von 1956 und nahm bereits 2008 in Peking und 2012 in London an den Olympischen Spielen teil. In Peking kam er im Doppelvierer mit René Bertram, Christian Schreiber und Hans Gruhne auf dem sechsten Rang ein und im Doppelzweier mit Eric Knittel belegte er vier Jahre später Platz neun. Ob ihm die Erlebnisse aus den beiden Turnieren weiterhelfen? „Ich bediene mich dabei nicht aus meinem Erfahrungsschatz. Es ist noch mal was anderes, etwas Neues. Ich versuche, es wie einen ganz normalen Wettkampf anzugehen, ob ich nun in Rostock bei einer Regatta starte oder dort – das ist am Ende egal. So nehme ich mir das zumindest vor, um wirklich locker daran gehen zu können“, erklärt Stephan Krüger.

Während seines Aufenthalts versucht er aber auch mit seiner Familie und seinen Freunden Kontakt per Videochat zu halten. „Eine Stunde vor dem Wettkampf kann ich zwar mit niemand reden, aber generell hilft mir das schon.“

Sein Ziel für die diesjährigen Olympischen Spiele ist es, „so gut wie möglich abzuschneiden, ich würde schon gerne aufs Podium“, gesteht Krüger und erklärt: „Aber das wird hart, weil es doch sehr knapp in den Entscheidungen zu geht.“

Zwar kenne er seine Gegner von anderen internationalen Wettkämpfen, jedoch weiß er gerade auch deshalb um die Stärken seiner Kontrahenten. „Wenn ich immer Erster würde, könnte ich sagen, dass es einfach wird. Aber das bin ich leider nicht…“

Doch den Kopf in den Sand stecken, werde er definitiv nicht. „Klar, man versucht den Erfolg ein bisschen zu organisieren, aber am Ende ist auch die Tagesform entscheidend. Ich weiß, ich kann das schaffen. Ich hoffe einfach, dass ich an diesem einen Tag auch das bisschen Quäntchen Glück habe“, so Stephan Krüger.

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