Rudern : Krüger/Gruhne wieder vereint

2011 in Bled wurden sie beinahe Weltmeister, jetzt sind sie wieder vereint: Stephan Krüger (rechts) und Hans Gruhne starten bei der 100. Hügelregatta im Doppelzweier.
2011 in Bled wurden sie beinahe Weltmeister, jetzt sind sie wieder vereint: Stephan Krüger (rechts) und Hans Gruhne starten bei der 100. Hügelregatta im Doppelzweier.

Sechs Kandidaten aus Mecklenburg-Vorpommern kämpfen bei der 100. Hügelregatta in Essen um Plätze in der Nationalmannschaft

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09. Mai 2018, 10:00 Uhr

Bei der 100. Hügelregatta in Essen geht es für sechs MV-Ruderer um die Plätze in der Nationalmannschaft und die Teilnahme am ersten der drei Saison-Weltcups vom 1. bis 3. Juni in Belgrad. Das vordringlichste Ziel lautet daher: am Sonnabend und Sonntag vor der nationalen Konkurrenz im Ziel sein.

Dabei gibt es bei den Skullern ein besonders spannendes „Projekt“: Stephan Krüger (Frankfurter RG Germania 1869/ORC Rostock) fährt an beiden Tagen wieder Doppelzweier mit Hans Gruhne vom RC Potsdam. Die beiden sind schon mal zusammen beinahe Weltmeister geworden, 2011 im slowenischen Bled, als das neuseeländische Duo auf den 2000 Metern sechs Hundertstelsekunden (!) „schneller“ war. 2014 in Belgrad holten Krüger/Gruhne EM-Bronze. Man darf gespannt sein, wie sich die 29 Jahre alten „Oldies“ schlagen. Fakt ist, so Olympiastützpunkt-MV-Trainer René Burmeister: „An Stephan Krüger geht in dieser Saison kein Weg vorbei.“ Die Frage ist nur, in welchem Boot er letztlich Platz nimmt.

Beim für die Schweriner RG von 1874/75 startenden Rostocker „Leichtgewicht“ Marie-Louise Dräger sieht es ähnlich aus. Die 37-Jährige wird am Wochenende gemeinsam mit Katrin Thoma (Frankfurt am Main) zunächst mal bestrebt sein, als schnellster deutscher Doppelzweier abzuschneiden.

Julia Leiding (Rostocker RC von 1885) will am Sonnabend die vom leitenden Bundestrainer Ralf Holtmeyer verlangte Einer-Leistung erbringen. Dabei misst sie sich u. a. mit Annekatrin Thiele vom SC DHfK Leipzig, Olympiasiegerin 2016 im Doppelvierer, und der Österreicherin Magdalena Lobnig, Dritte der A-WM 2017 in Sarasota. Am Sonntag fährt Julia mit Frieda Hämmerling (RG Germania Kiel von 1882) im Doppelzweier.

Bei den Riemen-Spezialisten bestreitet der Deutschland-Achter, „der FC Bayern München des Deutschen Ruderverbandes“ (Burmeister), in der Weltmeister-Formation von 2017 seine ersten beiden Saisonrennen. Mit dabei der alte und neue Schlagmann, der wie Dräger für Schwerin an den Start gehende Rostocker Hannes Ocik.

Seine lang ersehnte Chance bekommt Malte Daberkow vom ORC. Der DRV würde gern auch im Vierer ohne Steuermann wieder international konkurrenzfähig sein. In diesem Boot darf sich der Rostocker am Sonnabend mit seinem Zweier-Partner Nico Merget (Frankfurt) sowie Felix Drahotta (ehemals RRC, jetzt Bayer Leverkusen) und Peter Kluge (Celler RV) präsentieren. „Sie müssen an dem Tag hellwach sein. Da muss es klappen, dass sie den anderen Vierer, der am Sonntag dran ist, mit einer sehr guten Leistung unter Druck setzen“, so Burmeister.

Frauke Hacker (ORC) nimmt am Sonnabend mit der Potsdamerin Anna Härtl im Zweier ohne teil. Wenn es perfekt läuft, könnte die Rostockerin am Sonntag im Achter sitzen. Stand der Dinge ist allerdings, dass sich die beiden nach lediglich Platz fünf bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften ebenfalls in Essen erst mal hinten anstellen müssen.


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