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2. handball-Bundesliga : Kenji Hövels soll es jetzt richten

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Neuzugang des HC Empor muss in den kommenden Wochen für den verletzten Roman Becvar den Taktstock im Angriff schwingen

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 07:53 Uhr

36 Minuten Sahne-Handball, aber auch 24 Minuten das andere Antlitz: Der Rostocker Handball-Zweitligist HC Empor zeigte am Sonnabend im Heimspiel gegen Aufstiegsanwärter TV Bittenfeld zwei völlig verschiedene Gesichter. Das Positive: Die Handschrift des neuen Trainers Aaron Ziercke mit intensiver Arbeit an einem aggressiven 6:0-Riegel ist bereits jetzt erkennbar.

Dafür gibt es aber eine andere Problemzone. Und die heißt Angriffseffektivität. 32 Mal steuerten die Hansestädter beim 22:22 gegen die Schwaben in der zweiten Hälfte das gegnerische Gehäuse an. Doch nur acht Würfe fanden den Weg ins Schwarze. Mit mageren 25 Prozent Erfolgsquote machten die Männer von der Warnow den Kontrahenten – eigentlich nach einem 8:16 (36.) und 14:20 (46.) bereits weg vom Fenster – wieder stark.

Ohne Roman Becvar – erlitt vor der Pause einen Mittelhandbruch – als Dreh- und Angelpunkt lief bei den Blau-Gelben im Vorwärtsgang wenig zusammen. Der ihn vertretende Kenji Hövels war aufgrund zu geringer Spielpraxis mit den Aufgaben eines Regisseurs noch überfordert. Die Betonung liegt auf noch. In Ansätzen wurde sichtbar, dass der 21-Jährige trotz körperlicher Nachteile diese Position auch mit Drang zum Tor ausfüllen kann.

Ziercke steht keine 14 Tage nach seinem Amtsantritt als Nachfolger von Dr. Rastislav Trtik vor ersten personellen
Problemen. Becvar wird Empor nach einem Mittelhandbruch mindestens sechs Wochen fehlen. „Es ist ein glatter Bruch. Eine Operation war nicht erforderlich. Es wurde ein Gipsverband angelegt“, sagt Mannschaftsärztin Dr. Sabine Niendorf.

Für den 25-Jährigen ist die Verletzung bitter. Zum einen befand sich Becvar in bestechender Form, traf bisher 32 Mal für die Rostocker ins Schwarze. Zum anderen ist sein großes Ziel, die Teilnahme für sein Heimatland Tschechien an der am 11. Januar in Katar beginnenden Weltmeisterschaft, in Gefahr. Zudem könnte ein verfrühtes Comeback weitere Folgen nach sich ziehen.

Damit aber nicht genug der Hiobsbotschaften. Auch Tom Wetzel steht seinem Verein erneut nicht zur Verfügung. Zuletzt aufgrund einer Sprunggelenkverletzung außer Gefecht, wurde nun ein Muskelfaserriss diagnostiziert. „Für den Sonnabend und dem Spiel bei Spitzenreiter DHfK Leipzig kann ich noch kein grünes Licht geben“, erklärt Dr. Niendorf.

Dort werden es im Rückraum erneut Patrik Hruscak, Kenji Hövels und Nemenja Mladenovic – die Besetzung der 2. Halbzeit gegen den TV Bittenfeld – richten müssen. Zudem steht in Florian Zemlin noch ein weiterer „Aufbauer“ zur Verfügung.

Denkbar, dass Aaron Ziercke auch auf die Dienste des 19-jährigen Robert Barten, der in der vergangenen Saison im Bundesliga-Kader der Rostocker stand, zurückgreift.

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