FC Hansa : Keeper Schuhen: Lieber 2:1 als 0:0

Marcel Schuhen bejubelt in den Armen von Torwarttrainer Stefan Karow den 2:1-Sieg in Halle.
Marcel Schuhen bejubelt in den Armen von Torwarttrainer Stefan Karow den 2:1-Sieg in Halle.

„Ich habe nichts dagegen, dass ich einen Treffer kassiere, wenn die Jungs vorne zwei schießen“

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03. März 2015, 08:23 Uhr

Auch im fünften Spiel für den FC Hansa blieb Keeper Marcel Schuhen nicht ohne Gegentor. Dennoch blieben die Rostocker zum fünften Mal in Folge ungeschlagen, sind nach dem 2:1 in Halle in der Jahrestabelle 2015 hinter Kiel (13 Punkte), Bielefeld und Erfurt (12) mit elf Zählern Vierter.

„Ich habe nichts dagegen, dass ich einen Treffer kassiere, wenn die Jungs vorne zwei schießen. Ich gewinne lieber mit 2:1 als wenn es 0:0 ausgehen würde“, sagt Schuhen.

Der gebürtige Rheinländer ist aber auch selbstkritisch und nimmt das 0:1 zum Teil auf seine Kappe. „Es war sicher ein Riesenschuss, aber der Freistoß geht in die Torwart-Ecke. Ich mache halt erst einen Schritt zur anderen Seite, weil ich denke, dass er ihn über die Mauer zirkelt. So komme ich dann einen halben Meter zu spät. Normalerweise muss ich stehen bleiben und ihn halten“, so der Schlussmann.

Ausreichend Gelegenheit, sein Können zu zeigen, bekam Schuhen nach der Pause, als Halle vehement auf das 2:0 drängte. Allerdings fanden die Gastgeber reihenweise im Rostocker Keeper ihren Meister. Mit einigen tollen Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel. „Der Trainer hat gesagt, dass wir in der zweiten Hälfte die Null halten müssen, wenn wir hier noch etwas mitnehmen wollen. Dafür hat die gesamte Mannschaft alles gegeben, toll gekämpft und sich am Ende belohnt. Und Glück gehört im Fußball einfach dazu. Wir hatten es schon in der Schlussphase in Wiesbaden und diesmal auch. Das ist aber das Glück, welches sich die Jungs verdient haben und das sie in der Hinrunde nicht hatten“, so Schuhen.

Warum sein neues Team im Herbst derart in die Bredouille geraten konnte (vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz), damit will sich der Torwart gar nicht beschäftigen. „Ich kam im Winter hierher, habe auf die Tabelle geschaut, und dann war es halt so, dass die Jungs so weit unten drin standen. Wichtig ist, dass wir jetzt erst mal viele Punkte gesammelt haben, und ich hätte nichts dagegen, wenn wir das weiter tun und ungeschlagen bleiben. Letztlich ist es aber ein Verdienst des gesamtem Teams, der Leute drumherum, der Fans – das ist einfach eine tolle Einheit, die momentan zusammenwächst“, erklärt Marcel Schuhen, der mit seiner selbstbewussten, unbekümmerten Art einen nicht unerheblichen Beitrag leistet, dass es beim FC Hansa endlich wieder aufwärts geht.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist Marcel Ziemer, vor dem mittlerweile fast die gesamte Liga zittert. Schuhen freut sich, dass der Torjäger in seiner Truppe kickt: „,Cello‘ hat einfach einen unglaublichen Riecher. Wie er vorne die Tore macht, ist schon stark. Und für mich ist sehr interessant, dass ich mich im Training mit einem der besten Drittliga-Stürmer messen kann. Auch dort will ich eigentlich immer ohne Gegentore bleiben.“

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