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Tennis : Karl-Heinz Schulze möchte noch mit 90 Tennis spielen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Jeden Montag geht er mit drei Vereinskameraden vom TV Nordwest zwei Stunden lang seinem Hobby nach

„Mit 90 möchte ich noch dabei sein“, nennt Karl-Heinz Schulze sein Ziel. Der rüstige Senior, der mit seiner Frau Brigitta in Evershagen lebt und vor wenigen Tagen seinen 89. Geburtstag beging, dürfte der älteste aktive Tennis-Spieler Rostocks sein. Jeden Montag trifft er sich mit seinen deutlich jüngeren Vereinskameraden Burckhard Plettau, Jürgen Schnell und Renate Tonner-Strien auf der Anlage Danziger Straße in Lütten Klein, wo die vier gemeinsam ihrem Hobby mit Ausdauer und Können zwei Stunden lang nachgehen. An Punktspielen, so Karl-Heinz Schulze, könne er leider nicht teilnehmen – in seiner Altersklasse sind diese nicht vorgesehen.

Angefangen mit dem Tennis hat der 89-Jährige erst nach der Wende. „Sport habe ich aber immer getrieben, vor allem Ballsportarten waren mein Hobby“, sagt der gelernte Kaufmann, der kurz nach dem Krieg im Alter von 25 Jahren mit seiner Frau von Stendal nach Rostock kam, hier eine Anstellung im HO-Kaufhaus (heute Galeria Kaufhof) fand und bis zur Rente immer im Handel tätig war. „Die ersten Jahre sind kein Zuckerschlecken gewesen. Zu dritt lebten wir auf zwölf Quadratmetern“, erinnert sich der Senior an vergangene Zeiten.

Die ersten Tennis-Versuche unternahm Karl-Heinz Schulze in Bargeshagen und in der Kuphalstraße. Unterstützung in seiner sportlichen Entwicklung hat er von Hartmut Richter aus Dummerstorf erfahren, mit dem er so manchen Kampf ausgetragen hat und dem er bis heute verbunden ist.

Sportliche Heimstatt für Karl-Heinz Schulze ist sein Verein, der TV Nordwest Rostock, in dem er nun seit mehr als 20 Jahren Mitglied ist. „Am 23. Juli werden wir den 25. Geburtstag unseres Vereins zünftig feiern“, freut sich der Mann mit dem Bewegungstalent und Ballgefühl auf dieses Ereignis.

Manchmal fragen ihn seine Sportfreunde, wie er es geschafft habe, bis ins Alter so fit zu bleiben. „Sport treiben ist auf alle Fälle gut. Aber vielleicht sind es auch die
Gene. Oder das Lösen von Kreuzworträtseln“, meint der Senior, der seit etwa einem Jahr ein Mittelchen gefunden hat, seinen Kreislauf in Schwung zu halten: Jeden Morgen genehmigt er sich auf nüchternen Magen einen kleinen Whisky: „Dabei bleibt es dann aber auch. Gesündigt haben wir in unserer Jugend.“

Sabine Schubert



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