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Nachwuchshandball : Jung-Dolphins zu grün für die Bundesliga

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die weibliche A-Jugend des Rostocker HC scheitert in der Qualifikation deutlich. In Bad Schwartau gab es vier Niederlagen in vier Spielen und nur Rang fünf

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagten sich die Handball-Mädchen der A-Jugend des Rostocker HC am Sonnabend nach den ersten beiden Qualifikationsspielen zur Jugend-Bundesliga. Nach Niederlagen gegen Gastgeber VfL Bad Schwartau (16:17) und den Neusser HV (15:27) bestand noch die Chance auf Platz drei und damit eine weitere Aufstiegs-Chance. Aber am Sonntag unterlag der RHC auch dem VfL Oldenburg (18:25) und TV Germania Kaiserau (14:24).

„Jeweils eine gute Halbzeit reicht nicht aus. Wir sahen, was wir drauf haben, aber auch, was uns gegenüber der Konkurrenz fehlt“, so Trainerin Ute Lemmel. Assistentin Brigit Polkehn ergänzte: „Wir sind noch zu grün für die Bundesliga, werden es aber 2015 wieder versuchen.“

Dabei starteten die Jung-Dolphins gegen Bad Schwartau nicht schlecht, standen gut in der Abwehr, versäumten es aber, das eine oder andere Tor mehr zu erzielen, was sich nach 7:6-Führung zur Pause rächte. „Beim Stand von 16:16 nahm ich eine Auszeit, um klar festzulegen, was in den letzten Sekunden passieren sollte“, war Ute Lemmel sehr ungehalten, denn statt das Remis zu sichern, leistete sich die Truppe ein Stürmerfoul. Die Einheimischen kamen so noch einmal in Ballbesitz und erzielten per Siebenmeter das 17:16.

Im Duell mit Neuss führte der RHC 9:8. Aber die Last des Torewerfens lag nur auf den Schultern von Josephine Schulz, die siebenmal traf. Alle anderen blieben hinter den Erwartungen zurück. Constanze Pötzsch, in der Vorqualifikation mit 21 Treffern noch beste Rostockerin, blieb wie schon vorher gegen Bad Schwartau gänzlich erfolglos. So gewann Neuss den zweiten Abschnitt mit 19:6 (!) und das Match mit 27:15. „Die Mannschaft hat in diesem Spiel nach der Pause total versagt“, so eine enttäuschte Cheftrainerin. „Unsere Mädchen gingen nicht dahin, wo es wehtut, verloren so immer wieder den Ball.“

Am Sonntag wurde der Vergleich mit dem VfL Oldenburg schon in den ersten 20 Minuten verloren. Zu groß waren die Lücken in der Abwehr inklusive Torhüterinnen. Nach dem 8:14 konnten die Rostockerinnen bis zum 18:25 nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

Gegen Kaiserau musste verletzungsbedingt vorwiegend die zweite Reihe ran. Nach einem 5:15 zur Pause wurde das Team von Serina Harloff im Tor bis Kyra Siever auf dem Feld immer besser, glich zum 9:9 aus. An der 14:24-Niederlage änderte dies aber nichts. Mit 0:8 Punkten schied der RHC aus und spielt nächste Saison nur in der Ostsee-Spree-Oberliga.

Rostocker HC: Nadine Berger, Josephine Nau, Serina Harloff – Anne Gaevert 1, Josephine Schulz 14, Anna Marzahl 9/4, Justine Schwarz 2, Johanna Zoll 7, Lena Wüstemann 1, Anna Maske 2, Franziska Rick 8 , Katharina Pingel 6, Constanze Pötzsch 6/2, Nora Leonhardt 4, Janice Förster 1, Kyra Siever 2, Julia Sibrins

Endstand Vorqualifikation: 1. TV Germania Kaiserau 8:0 Punkte, 2. VfL Bad Schwartau 5:3, 3. VfL Oldenburg 4:4, 4. Neusser HV 3:5, 5. Rostocker HC 0:8



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