Fußball, 3. Liga : Julian Jakobs rollt Feld von hinten auf

Momentan obenauf ist Julian Jakobs (links), der sich in den vergangenen vier Partien als rechter Verteidiger etabliert hat. Der Flügelflitzer hofft, auch in Cottbus zu spielen.
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Momentan obenauf ist Julian Jakobs (links), der sich in den vergangenen vier Partien als rechter Verteidiger etabliert hat. Der Flügelflitzer hofft, auch in Cottbus zu spielen.

Hansas Flügelflitzer etabliert sich als rechter Verteidiger

Hinter Hansas Julian Jakobs liegt bislang eine überaus turbulente Saison. Ähnlich wie die gesamte Rostocker Drittliga-Mannschaft durchlebte der Flügelflitzer Höhen und Tiefen. „Wenn ich etwas gelernt habe, dann, dass man sich nie seines Stammplatzes sicher sein darf und immer im Training anbieten muss. Das habe ich in dieser Saison zu spüren bekommen“, sagt der 24-Jährige.

Der rechte Mittelfeldmann stand in den ersten beiden Drittliga-Partien nicht mal im Kader, wurde erst im dritten Spiel gegen Holstein Kiel (0:2) eingewechselt. Bei seinen Einsätzen über jeweils 90 Minuten gegen Wehen Wiesbaden (0:1) und bei Jahn Regensburg (4:4) konnte Jakobs auf der Außenbahn nur bedingt überzeugen und kam danach nicht über die Rolle des Einwechselspielers hinaus. Vorläufiger Tiefpunkt war ein Mittelhandbruch, der ihn mehrere Wochen zurückwarf.

Umso so überraschender sein Comeback Mitte Oktober, als ihn Trainer Peter Vollmann im Duell gegen Unterhaching (2:2) als rechten Verteidiger ins kalte Wasser warf. „Natürlich war es anfangs eine Umstellung, da ich ja noch nie hinten gespielt habe. Mittlerweile habe ich mich aber daran gewöhnt und bin froh, dass ich der Mannschaft helfen kann“, sagt Jakobs.

Auch Vollmann scheint Gefallen an seiner ursprünglichen Notlösung gefunden zu haben, setzte er doch den etatmäßigen rechten Verteidiger Robin Krauße fortan im defensiven Mittelfeld ein. Auch Ersatzmann Markus Gröger konnte Jakobs in den folgenden drei Begegnungen, in denen Hansa ungeschlagen blieb, nicht verdrängen. „Ich hoffe, dass es so bleibt. Ich versuche, mich mit guten Leistungen weiter anzubieten, und weiß, dass ich meine Fehler minimieren muss“, gesteht der Youngster ein.

Vor allem im Stellungs- und Kopfballspiel sowie im Zweikampfverhalten offenbarte Jakobs, der häufig den Weg in die Offensive sucht, zuletzt noch Schwächen. „Aber Trainer und Co-Trainer helfen mir, meine Defizite abzustellen, beispielsweise mit einer Video-Analyse.“

In jedem Fall hat der gebürtige Siegener durchaus gute Chancen, auch am Sonnabend bei Energie Cottbus von Beginn an aufzulaufen. „Wir haben in den letzten vier Spielen kleine Schritte nach vorne gemacht. Nach drei Unentschieden und einem Sieg fahren wir mit einem guten Gefühl da hin. Ich hoffe, wir können mal wieder die Null hinten halten. Schließlich schlägt jetzt mein Herz als Abwehrspieler“, sagt Julian Jakobs.

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