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2. Handball-Bundesliga : Jetzt sind Typen gefragt!

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

HC Empor ist nach 24:36-Pleite in Bittenfeld im Abstiegskampf angekommen

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2014 | 23:45 Uhr

Der HC Empor sucht weiter den Weg zurück in die Erfolgsspur. Nach dem 24:36 am Freitagabend in Stuttgart gegen den TV Bittenfeld warten die Hansestädter in der 2. Handball-Bundesliga seit sieben Spielen auf einen Doppelpunktgewinn. Neben den bereits durch ihre Nichtbeantragung der Lizenz als Absteiger feststehenden TSV Altenholz und SG Leutershausen sind die Schützlinge von Coach Dr. Rastislav Trtik mit 6:16 Punkten die drittschlechteste Rückrunden-Mannschaft. Dank Schützenhilfe bleibt der Vorsprung auf die jeweils über 20 Pluspunkte verfügenden Teams von Rimpar, Hüttenberg und Saarlouis bei sechs Zählern.

Der Tscheche Dr. Trtik macht unter anderem die schlechte Personalsituation für den Abwärtstrend verantwortlich. Das Fehlen von Tom Wetzel – als Ersatz wurde der Serbe Nemanja Mladenovic verpflichtet – der Ausfall von Lukas Gamrat, Jens Dethloff, der zwischenzeitliche Verzicht auf René Gruszka sowie die kurzfristigen Ausfälle von Norman Flödl durch einen Nabelbruch und Julius Franz Porath infolge einer Magen-Darm-Grippe sind die eine Kehrseite der Medaille.

Es gibt aber auch eine zweite. Spielerisch ist bei den Ostseestädtern richtig der Wurm drin. Bis auf die beiden angestammten Kreisläufer hatte Empor in Bittenfeld seine Stammsieben an Deck. Das Resultat war im Angriff erschreckend: 38 Fehlwürfe, teils bereits durch die Gegenspieler geblockt, andere an Keeper Jürgen Müller (16 Paraden) oder Daniel Sdunek (7) nicht vorbeigebracht, und ein Dutzend technischer und Regelfehler sprechen eine deutliche Sprache. Dies lässt sich nicht nur mit der Überlastung der in der Woche zuvor international eingesetzten Akteure erklären.

Trainer und Spieler müssen sich vielmehr noch tiefgründiger mit den Ursachen für den Negativtrend auseinandersetzen. „Gerade jetzt erwarte ich, dass jeder in den Spiegel schaut, sich fragt, ob er sich der Verantwortung stellt. Personell kann ich nicht weiterhelfen. Die Wechselfrist ist abgelaufen, Akteure ohne Vertrag helfen uns nicht weiter. Jeder muss nun eine Schippe mehr drauflegen“, sagt Jens Gienapp, Empors Vorsitzender und Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH. „Auch dosierter und individueller muss trainiert werden“, fügt er an.

Beginnend mit der Partie am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr gegen Leutershausen hat der HC Empor noch drei weitere Heim- (Essen, Hamm, Bietigheim) und drei Auswärtspartien (Erlangen, Hüttenberg und Altenholz) vor der Brust. Allen muss klar sein, dass die Rostocker im Abstiegskampf angekommen sind. Hier sind besondere Qualitäten mannschaftlicher Geschlossenheit gefragt. Punkte müssen her, will der HCE nicht ein blaues Wunder erleben.

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