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3. Fussball-Liga : Jeder Finne kennt Hansa Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der Rostocker Neuzugang Mikko Sumusalo erklärt, weshalb der Verein in seiner Heimat so beliebt ist

von
erstellt am 03.Feb.2015 | 21:00 Uhr

Fast jeder Finne kennt den FC Hansa Rostock. Dies liegt gewiss nicht an Neuzugang Mikko Sumusalo (ausgeliehen von RB Leipzig), dafür sind die sportlichen Meriten des neuen Linksverteidigers des Drittligisten noch nicht ausreichend. Dennoch wusste auch der 24-Jährige schon eine Menge über den Verein, für den er am Sonnabend beim 2:1-Sieg beim SV Wehen Wiesbaden debütierte. „Jari Litmanen hat einmal für Rostock gespielt“, gibt Sumusalo den entscheidenden Hinweis darauf, weshalb der FCH in Finnland derart bekannt ist.


Litmanen spielte ein halbes Jahr für Rostock


Litmanen war ein Weltstar im Fußball und ist bis heute Nationalheld in seiner Heimat. 1995 wurde er in der Wintersportnation sogar zum Sportler des Jahres gewählt. Der mittlerweile 43-Jährige lief unter anderem für Ajax Amsterdam, den FC Barcelona, den FC Liverpool und eben von Januar bis Juni 2005 auch für den FC Hansa Rostock auf, der damals noch erstklassig war. Den Abstieg in die 2. Liga konnte aber auch der finnische Rekordnationalspieler (137 Einsätze) nicht verhindern. „Ich habe mit ihm bei HJK Helsinki sogar noch zusammengespielt. Das war schon ein tolles Erlebnis. Wir sind 2011 auch Meister geworden“, so Mikko Sumusalo, der mit HJK von 2009 bis 2013 sogar fünfmal in Folge finnischer Champion wurde.

Vom Interesse des FC Hansa habe der Abwehrmann am Mittwoch vergangener Woche erfahren. Am Donnerstag sei klar gewesen, dass er diesen Schritt gehen will. „Ich habe dann zwei Taschen gepackt mit meinen normalen Dingen und den Fußballsachen. Dann bin ich dreieinhalb Stunden mit dem Auto nach Rostock gefahren und haben den Leihvertrag unterschrieben. Danach ging es mit dem Mannschaftsbus zum Auswärtsspiel nach Wiesbaden“, so Sumusalo, der noch nicht alle Namen seiner Mitspieler kennt: „So etwa die Hälfte. Ich habe sie mir im Internet angeschaut.“

Im Spiel in Wiesbaden gab es erstaunlicherweise kaum Kommunikationsprobleme: „Ich wusste ja schon, wie der Spieler auf der Position vor mir heißt und kannte auch die Spieler der Viererkette.“

Den Gang vom ambitionierten Leipziger Zweitligisten nach Rostock zu einem abstiegsbedrohten Club in der 3. Liga sieht der Finne nicht als Rückschritt. Vielmehr will er nach einem aufgrund von Verletzungen verkorksten Jahr 2014 wieder dauerhaft zurück auf den Rasen. „Wichtig ist, dass ich wieder regelmäßig spiele und mit dem FC Hansa die Klasse halte.“

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