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Handball, 2. Bundesliga : „Ich sehne mich nach Tom Wetzel“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Empor-Coach Rastislav Trtik im Exklusiv-Interview

In nur zwölf Tagen (Sonntag, 24. August, 16.30 Uhr, Stadthalle) erfolgt für den HC Empor gegen den ThSV Eisenach der Start in die neue Saison der 2. Handball-Bundesliga. Bis dahin stehen noch zwei Testspiele an: Heute um 17 Uhr gastiert Zweitliga-Konkurrent EHV Aue in Marienehe, am Freitag trifft der HCE an gleicher Stelle um 18 Uhr auf den dänischen Drittligisten Herlev/Hjorten. Hinzu kommt am Mittwoch nächster Woche (19.30 Uhr) in der Ospa-Arena der DHB-Pokal-Hit gegen TuSEM Essen. NNN-Mitarbeiter Bernd-Dieter Herold sprach mit Trainer Rastislav Trtik über die aktuelle Situation.
Läuft aus Ihrer Sicht alles planmäßig?
Trtik: Ein Trainer stellt ja immer hohe Ansprüche. Konditionell sind wir gut drauf. Da haben alle ihre Hausaufgaben gemacht. Spielerisch waren Höhen und Tiefen zu verzeichnen. Für die einzelnen Vorbereitungsspiele gab es von meiner Seite Vorgaben, die das Team überwiegend gut umsetzte. So haben wir beim Ospa-Cup im Finale gegen Bad Schwartau aus unserer Personalnot eine Tugend gemacht und sieben Treffer vom Kreis erzielt.
Apropos Kader, welche aktuellen Probleme gibt es?
Leider konnte sich die mir vorschwebende Stammsieben noch nicht 100-prozentig einspielen. Bei Tom Wetzel ist im Interesse des Sportlers noch Vorsicht geboten. Nemanja Mladenovic kehrte von der U20-EM mit einer leichten Gehirnerschütterung zurück. Zudem zog sich Vyron Papadopoulos am Wochenende einen Pferdekuss und Roman Becvar eine Fußverletzung zu. Das macht die Sache nicht einfacher.
Der Blick in das Fachorgan „Handballwoche“ weist den HC Empor als Team mit dem schmalsten Spielerstamm aus...
Das ist eines unserer Probleme, zumal, wenn wie jetzt Verletzungen hinzukommen. Im Training können wir oft nur Vier gegen Vier spielen. Die im Vorjahr aus der Jugend hochgezogenen Akteure stehen mir leider nicht zur Verfügung. Den Vorstandsbeschluss, in der Jugend-Bundesliga anzutreten, habe ich nicht zu kommentieren.
Wo sehen Sie Ansatzpunkte für Verbesserungen?
Da muss ich in erster Linie die Abwehrarbeit nennen. Unsere 6:0-Variante war zuletzt äußerst schwach. Da sahen wir selbst gegen Drittligist Potsdam nicht gerade gut aus. Zwar waren mir Testresultate stets zweitrangig, doch in der Defensive müssen Torverhinderung und Balleroberung im Mittelpunkt stehen. Das klappte mit dem offensiveren 4:2-System besser.
Wie haben sich die Neuzugänge integriert?
Tobias Malitz als 18-Jähriger zeigt im Tor gute Ansätze. Patrik Hruscak mit seiner linken Klebe kann für Gefahr aus dem rechten Rückraum sorgen. Ich sehne aber den Tag herbei, an dem mir Tom Wetzel wieder 100-prozentig zur Verfügung steht. Mit ihm, Patrik Hruscak und Roman Becvar als Regisseur hätten wir einen schlagkräftigen Rückraum. Auch Kenji Hövels ist für die offensive Deckung ein wichtiger Mann, muss nur künftig die Unterschiede zwischen 2. und 3. Liga aufarbeiten. Insgesamt sind die Neuen gut im Team aufgenommen worden.
Noch ein Wort zur Chancenverwertung jetzt beim Ospa-Cup...
Oh Gott… Einiges ist natürlich unserem harten Training noch am Spieltag und dem Nachlassen der Kräfte wegen der fehlenden Wechselmöglichkeiten anzurechnen. Aber leider lagen wir selbst gegen Ostsee-Spree-Oberligist Bad Doberaner SV bei unter 40 Prozent. Im Abschluss müssen wir uns einfach mehr konzentrieren. In der 2. Bundesliga wäre eine derartige Quote fatal.

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