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Fußball, 3. Liga : „Ich laufe nicht rum wie Pinocchio“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansas Probespieler Timmy Thiele ist schon weit herumgekommen und hofft nach zwei Kreuzbandverletzungen auf ein Comeback

Seit einer Woche trainiert Timmy Thiele beim FC Hansa zur Probe mit. Der 23-Jährige hofft, sich nach einem Kreuzbandriss bei den Rostockern für einen Vertrag empfehlen zu können. Im Gespräch mit NNN-Mitarbeiter Oliver Kramer spricht der selbstbewusste Stürmer über seine Fitness, sein Comeback und die Tugenden im Abstiegskampf.

Timmy Thiele, wie sind Ihre ersten Eindrücke beim FC Hansa?

Ich wurde von der gesamten Mannschaft super aufgenommen. Dadurch fiel es mir leicht, mich schnell einzufinden. Es ist für mich nach meiner langen Verletzung wunderschön, wieder auf dem Platz zu stehen. Ich finde es nett, dass mir Hansa die Chance gegeben hat, hier mitzutrainieren. Das ist nicht selbstverständlich.

Wie körperlich fit sind Sie?

Ich bin auf einem guten Weg, aber noch nicht bei 100 Prozent. Seit ich hier bin, trainiere ich zum ersten Mal mit dem Ball. Mir war es wichtig, dass ich hier nicht rumlaufe wie Pinocchio. Ich mache alles mit wie Sprünge, Sprints, Läufe und Torschuss. Ich darf nur noch keine Zweikämpfe bestreiten. Ich bin jetzt aber erst mal froh, dass mein Knie gut auf die Belastung reagiert hat.

Wann können Sie wieder voll eingreifen?

Ich kann nur von meinem ersten Kreuzbandriss ausgehen. Da fand ich recht schnell wieder zurück. Von daher bin ich zuversichtlich, dass es jetzt erneut so wird. Mein Ziel ist es, in der Rückrunde wieder auf dem Platz zu stehen.

Sofern Sie sich weiter in Rostock anbieten dürfen…

Ja, am Wochenende ist das letzte Training. Danach geht es in die Weihnachtspause, in der ich aufholen muss. Ich werde mich mit den Verantwortlichen zusammensetzen. Dann entscheidet sich, ob ich ins Trainingslager mitfahren darf. Ich brauche auch eine gewisse Perspektive und muss wissen, wie und ob es hier für mich weitergeht.

Zumal Hansa im Abstiegskampf steckt und finanziell keine großen Sprünge machen kann. Wie gehen Sie mit dieser Situation um?

Obwohl ich noch jung bin, habe ich diese Erfahrungen schon gemacht und öfters in der 3. Liga gegen den Abstieg gespielt. Außerdem kenne ich aus meiner Zeit bei Alemannia Aachen die Situation, wenn ein Verein in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Ich weiß also, worauf es ankommt.

Worauf kommt es denn an?

Es geht darum, dass wir nur über die Gemeinschaft Erfolg haben können. Jeder muss sich für den anderen einsetzen und laufen. Wenn du das machst, steht hinten zu 95 Prozent die Null. Und vorne schießt man meistens ein Tor. Du brauchst einen sicheren Aufbau und eine super Defensive. Und die beginnt schon vorne. Ich bin aber zuversichtlich, dass es mit dem neuen Trainer vorangeht. Er legt viel Wert auf sauberes Pass- und Tempospiel in die Spitze. Sobald seine Handschrift erkennbar ist, werden wir im Abstiegskampf die nötigen Punkte einfahren.
 

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