zur Navigation springen

Kanurennsport : „Ich bin von mir enttäuscht“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gordan Harbrecht vom Rostocker Kanu-Club zieht eine zwiespältige Bilanz der zweiten nationalen Qualifikation, befindet sich aber immer noch klar unter den Top Ten

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 18:39 Uhr

Rennkanute Gordan Harbrecht (28) vom Rostocker Kanu-Club nimmt im Gespräch mit Peter Richter nach der zweiten Ranglistenregatta der Saison eine Zwischenauswertung vor.

Herr Harbrecht, Sie wollten in Duisburg Ihre Leistung aus der ersten nationalen Qualifikation – Platz sieben über 1000 Meter – bestätigen und sich im Gesamt-Ranking möglichst weiter nach vorn schieben. Ist Ihnen das gelungen?

Gordan Harbrecht: Teilweise. Ich muss eine zwiespältige Bilanz des Wochenendes ziehen. Der Sonnabend lief für mich sehr gut, da bin ich über 500 Meter Vierter im A-Finale geworden. Das war Gold wert, denn auf der sogenannten Unterdistanz ist die Anströmgeschwindigkeit des Paddels höher. Das ist insofern von Bedeutung, weil ein Viererkajak (in dem er bei der WM im August in Moskau sitzen will – d. Red.) tendenziell schneller ist als ein Einer. Ich habe mich auf den 500 m, die sonst meine Schwäche waren, deutlich verbessert.

Heißt das, dass Sie als eigentlicher Langstrecken-Spezialist über die doppelte Distanz erst recht gut abgeschnitten haben?!

Leider nicht, wobei Sie Recht haben: Die 1000 Meter sind eher meine Paradestrecke. Aber am Sonntag bin ich nicht gut gefahren und hatte außerdem das Pech, im schwersten der drei Zwischenläufe (zu jeweils neun Fahrern – d. Red.) zu stehen. Ich war gute zwei Sekunden zu langsam und wurde nur Siebenter, was lediglich fürs C-Finale reichte. Das habe ich dann relativ locker und mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Aber das war Schadensbegrenzung und ist nicht mein Anspruch. Ich bin enttäuscht von mir und ärgere mich, auch wenn ich mit meiner Zeit in den anderen beiden Zwischenläufen Vierter beziehungsweise Zweiter geworden wäre…

Sie waren also am Ende nur Neunzehnter. Was hat das für Auswirkungen?

Erst mal keine. Ich befinde mich in der Gesamt-Rangliste immer noch deutlich unter den Top Ten, wahrscheinlich so um Platz sieben, und bin sowohl für den Lehrgang der Nationalmannschaft ab Mittwoch in Kienbaum als auch für den ersten Weltcup ab 16. Mai im tschechischen Racice nominiert. Letztlich bin ich gut genug drauf, um mich trotzdem durchzusetzen. Die Chancen, in den schnellsten Vierer zu kommen, stehen nach wie vor nicht schlecht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen