2. Handball-Bundesliga : HC Empor um den Sieg betrogen

Sieben Tore und eine rote Karte: René Gruszka war gestern bester Werfer des HC Empor beim skandalösen 24:24 gegen Hamm. Allerdings sah der Rechtsaußen in der Schlussphase die rote Karte, weil er den gegnerischen Torwart bei einem Siebenmeter am Kopf traf.
Sieben Tore und eine rote Karte: René Gruszka war gestern bester Werfer des HC Empor beim skandalösen 24:24 gegen Hamm. Allerdings sah der Rechtsaußen in der Schlussphase die rote Karte, weil er den gegnerischen Torwart bei einem Siebenmeter am Kopf traf.

2. Handball-Bundesliga: Gegner ASV Hamm-Westfalen bekommt beim 24:24 von den Schiedsrichter ein „Phantomtor“ angerechnet

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02. März 2015, 09:00 Uhr

Skandal in der Stadthalle: Der HC Empor Rostock ist beim offiziellen 24:24 (11:14) gegen den ASV Hamm-Westfalen um den Sieg betrogen worden! Bereits zur Halbzeit hatte es lange Diskussionen um den Spielstand gegeben, da den Gästen ein „Phantomtreffer“ gutgeschrieben wurde. „Wir haben Protest eingelegt, uns mit der Handball-Bundesliga bereits in Verbindung gesetzt. Der für den Spielbetrieb Zuständige wird sich am Montag das Video ansehen. Danach werden wir wissen, ob es ein oder zwei Punkte für uns gibt“, sagte GmbH-Geschäftsführerin Juliane Radike.

Das Unparteiischen-Duo Patrick Arndt/Christian Kobilke (SV Eiche 05 Biederitz/Sachsen-Anhalt)war mit der Leitung der sehr intensiven Partie sichtlich überfordert. Es wurden Zeitstrafen über Zeitstrafen verteilt, zu „Rot“ für René Gruszka auf Rostocker – er hatte den gegnerischen Torwart beim Siebenmeter an der Wange getroffen – und Joscha Ritterbach auf Hammer Seite gegriffen und zu guter Letzt lange über die Anerkennung des 24:24 durch Patrik Hruscak mit der Schlusssirene diskutiert. Schließlich gaben sie den Treffer. Zweitliga-Tauglichkeit sieht anders aus.

Zwölf Minuten vor dem Abpfiff sahen die Hansestädter beim 17:22 wie die Verlierer aus. Bis dahin ähnelte das Geschehen vor den 1500 Zuschauern dem der ersten Halbzeit. Da hatten die Blau-Gelben den Start verschlafen. 2:9 (11.) und 4:11 (18.) lagen sie hinten, bevor sie sich aufrappelten, endlich die technischen Fehler ablegten und sich auf 11:13 (29.) herankämpften.

Leider nach dem Wechsel ein analoges Bild: 12:17 (35.), 14:19 (44.) mit einem wiederum verschlafenen Start. Doch die Männer um Kapitän Jens Dethloff kamen wieder und machten aus dem 17:22 nach einer Auszeit das 20:22 (53.). Florian Zemlins Zeitstrafe beantworteten sie mit dem 21:23, schafften durch René Gruszka den Anschluss und Roman Becvar den 23:23-Ausgleich (58.).

Als dann die „Rot-Welle“ losging, zudem Gruszka einen weiteren Strafwurf versiebte und Ritterbach für die Gäste 69 Sekunden vor Ultimo das 24:23 erzielte, besaß Aaron Ziercke ein goldenes Händchen. Nach einer weiteren Auszeit wechselte er für Keeper Paul Porath Sekunden vor dem Schlusspfiff einen zusätzlichen Feldspieler ein. Zwei Sekunden waren noch auf der Uhr und Hruscak stieg nach einem Feiwurf hoch – 24:24.

Rostock: P. Porath, Kominek – Gruszka 7/4, Hruscak 5, Becvar 2, Wetzel 5, Papadopoulos 5, Flödl, Hövels, Barten, Zboril 1, Dethloff, Sadewasser, Zemlin

Hamm: Mrkva, Doden – Blohme, Huesmann 2, Brosch 1, Fuchs 4, Landim, Wiegers, Ritterbach 3/1, Zdrahala 5/2, Gudat 4, Wiencek, Gaubatz 3, Doldan 2

Siebenmeter: Rostock 5/4, Hamm 4/3. Strafminuten: Rostock 16, Hamm 12. Schiedsrichter: Arndt/ Kobilke (beide Biederitz)

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