Handball, 2. Bundesliga : HC Empor total enttäuschend

Es sieht fast so aus, als würde sich Roman Becvar schämen. Dabei hatte der Regisseur noch mit am wenigsten schuld am 26:38 in Emsdetten. Links Keeper Jan Kominek.  Fotos: Georg Scharnweber
Es sieht fast so aus, als würde sich Roman Becvar schämen. Dabei hatte der Regisseur noch mit am wenigsten schuld am 26:38 in Emsdetten. Links Keeper Jan Kominek. Fotos: Georg Scharnweber

26:38 in Emsdetten / Trainer Aaron Ziercke: „Gegen die zweitbeste Rückrunden-Mannschaft kann man verlieren, aber nicht so“

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13. April 2015, 09:10 Uhr

Nichts Neues vom HC Empor: auf eigenem Parkett zuletzt meist hui, auswärts pfui. So auch am Sonnabend beim TV Emsdetten. Mit 26:38 (14:17) mussten die Rostocker Handballer in der 2. Bundesliga eine herbe Schlappe hinnehmen.

Offenbar haben die Spieler keine Lehren aus dem Debakel zuvor in Aue (27:38) gezogen. Coach Aaron Ziercke: „Ich bin total enttäuscht.“

Mental scheinen einige Akteure im Kampf um den Klassenerhalt noch nicht angekommen zu sein. Die geistige Physis reicht anscheinend nur für 30 Minuten.

Genau wie im Erzgebirge war angesichts eines 14:17 zur Pause nach dem Wechsel noch alles möglich. „Wir kamen dann aber trotz zweier Auszeiten, trotz klarer Ansagen von der Linie ab, versuchten es nur über die Mitte, luden Emsdetten mit unseren Fehlern zum schnellen Umschalten und zu einfachen Toren ein“, monierte Ziercke.

Dabei hatte die Partie für die Hansestädter gut begonnen. Trotz einiger Unzulänglichkeiten agierten die Gäste, die ohne Vyron Papadopoulos, Jens Dethloff (Grippe) und Paul Porath (Leiste) antreten mussten, bis zum 12:13 (24.) auf Augenhöhe. Roman Becvar führte gut Regie, die Anspiele auf Norman Flödl kamen, der Rückraum traf über die Halbpositionen. Eine Strafe für Maic Sadewasser und die daraus resultierenden drei Gegentore in Folge bedeuteten Teil eins des sich verändernden Spielgeschehens. Der zweite ergab sich aus einem völlig indiskutablen Auftritt nach dem Wechsel. Tom Wetzel und Patrik Hruscak blieben in der zweiten Hälfte torlos. Nur Roman Becvar, teilweise auch auf halblinks agierend, strahlte Gefahr aus der zweiten Reihe aus. Von 19:16 (34.) enteilte Emsdetten über 25:18 (43.) auf 29:19 (48.). Als Ziercke fünf Minuten später 4:2 decken ließ, kam Empor auf acht Tore heran, verpasste es aber, so der Trainer, „mit Naivität, sich wenigstens anständig aus der Begegnung zu verabschieden.“

Emsdetten: Babin, Nippes – Lokkebo, Sluijters 1, Wessling, Rivesjö 7, Brevik 2, Adams 4, Kropp 3, Runnarsson 5/4, Arnarson 9, Gretarsson, Koch 7

Rostock: Kominek, Malitz – Becvar 4/1, Meuser 2, Barten 1, Gruszka 6/3, Flödl 3, Wetzel 4/2, Sadewasser, Zboril 3, Zemlin, Hruscak 3, Hövels (nicht eingesetzt)

Siebenmeter: Emsdetten 5/4, Rostock 6/6

Zeitstrafen: Emsdetten 2, Rostock 4 Minuten

Schiedsrichter: C. vom Dorff/F. vom Dorff (beide Kaarst)

Zuschauer: 1600

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