2. Handball-Bundesliga : HC Empor nach der Pause desolat

Bitter enttäuscht: Empor-Trainer Dr. Rastislav Trtik (links) konnte sich den Einbruch seines Teams nach der Pause beim 34:35 in Saarlouis nicht erklären.
Bitter enttäuscht: Empor-Trainer Dr. Rastislav Trtik (links) konnte sich den Einbruch seines Teams nach der Pause beim 34:35 in Saarlouis nicht erklären.

Rostocker verlieren nach 21:14-Führung mit 34:35 in Saarlouis und müssen den Blick in der Tabelle nach unten richten

svz.de von
23. März 2014, 22:08 Uhr

Das gibt es doch gar nicht: 21:14 zur Pause, 34:35 zum Schluss! Handball-Zweitligist HC Empor Rostock gab in der Stadtgarten-Halle in Saarlouis vor 1625 Zuschauern einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand und verspielte sogar noch den möglichen einen Punkt.

Denn zunächst vergeigten die Mannen um Interimskapitän Florian Zemlin eine klare Führung von 21:14 (30.), um dann nach einem zwischenzeitlichen 31:34 acht Sekunden vor Schluss auszugleichen. Doch am Ende stand Empor mit leeren Händen da. Der ehemalige Stralsunder Danijel Grgic sorgte für den Siegtreffer der abstiegsbedrohten Hausherren.

„Diese zwei verschiedenen Halbzeiten muss ich erst einmal verarbeiten. Da liefern wir vor der Pause eine der besten Leistungen ab, um dann die Partie noch aus der Hand zu geben. Zumindest habe ich meiner Mannschaft zur Pause kein Schlafmittel in die Getränke gemischt“, sagte ein enttäuschter Empor-Coach Dr. Rastislav Trtik.

Für sein Team wird es jetzt auf einmal selber eng: Vom gestrigen Kontrahenten HG Saarlouis (20:36 Punkte) auf dem ersten Abstiegsplatz trennen die Hansestädter (25:29) nur noch fünf Zähler. Weitere Pleiten müssen verhindert werden, sonst beginnt das große Zittern.

Dabei hatte der HCE im Saarland losgelegt wie die Feuerwehr: Acht Angriffe – alles Treffer. Eine Auszeit der Gastgeber verpuffte. Empor zog über 8:3 (9.), 15:8 (20.) bis zur Pause auf 21:14 davon.

Nach dem Wechsel folgte der Einbruch. Hatten die Rostocker schon vor dem Wechsel bei doppelter Überzahl den K.o. des Kontrahenten (1:1 Tore) verpasst, so traten die Schwächen bei numerischer Überlegenheit nun noch deutlicher zutage. Auch ein Wechselspiel im Tor von Robert Wetzel auf Jan Kominek (45.) und wieder zurück (54.) half nichts. Beide Keeper parierten nur fünf Würfe und ihre Vorderleute wurden auseinandergenommen. Da auch vorn gegen die offensive HG-Defensive der Faden verloren ging, waren die Sprünge vom 25:20 (40.) über 26:26 (46.) zum 29:32 die Quittung für die desolate Leistung nach der Pause.

Saarlouis: Milosevic, Jonczyk – Krings 7, Backovic 2, Leist 2, Janiszewski 1, Hombrink, Kessler, Weißgerber 4, Holzner 6/2, Suton 6/1, Riganas 1, Dobardzijev, Grgic 6

Rostock: R. Wetzel, Kominek – Gruszka 9/1, Gamrat, Becvar 5, Mladenovic 2, Papadopoulos 12, Flödl 4, Zemlin 2, Barten nicht eingesetzt, Zboril n.e., Porath n.e.
Siebenmeter: Saarlouis 3/3, Rostock 1/1. Zeitstrafen: Saarlouis 8, Rostock 6. Zuschauer: 1625



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