Handball, 2. Bundesliga : HC Empor ist klarer Außenseiter

Einmal noch Schwerstarbeit für den HC Empor um Florian Zemlin, dann ist endlich Weihnachtspause.
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Einmal noch Schwerstarbeit für den HC Empor um Florian Zemlin, dann ist endlich Weihnachtspause.

Rostocker treten heute Abend beim Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim an.

svz.de von
17. Dezember 2013, 21:29 Uhr

Handball-Zweitligist HC Empor Rostock geht heute Abend (20 Uhr) als krasser Außenseiter in die Partie bei der SG BBM Bietigheim. Die Schwaben kassierten zwar am Sonntag mit einem 27:33 beim TV Großwallstadt in Sachen Aufstieg in die 1. Bundesliga einen Dämpfer und gaben die Tabellenspitze an die TSG Friesenheim ab, doch liegen die Schützlinge von Trainer Hartmut Mayerhofer als Zweiter weiter verheißungsvoll im Rennen.

„Die Position wollen wir gegen Rostock vor unseren nächsten schweren Spielen in Erlangen und dem Heimderby gegen Bittenfeld auch verteidigen“, sagt Christian Schäfer, der mit 84 Toren bester Werfer im Team des HCE-Konkurrenten ist.

Die Gastgeber machen keinen Hehl daraus, dass sie mit den Schützlingen von Empor-Coach Dr. Rastislav Trtik noch Rechnungen offen haben. Beide bisherigen Heimpartien wurden bisher vergeigt – 24:28 sowie 26:29. „Man sollte ja niemals nie sagen, doch dort einen Punkt zu holen, wäre für mich eine große Überraschung“, sagt Dr. Trtik mit Blick auf seine personellen Probleme und den Erschöpfungszustand seines Stammsechsers.

Der 52-Jährige, der Tom Wetzel behutsam wieder aufbauen wollte, musste einen weiteren Rückschlag verdauen: „Bei Tom hatte sich nach der höheren Belastung Wasser im Gewebe des nach dem doppelten Wadenbeinbruch operierten Beines gebildet. Wann ich auf ihn wieder zurückgreifen kann, entscheiden unsere Ärzte. Das ist alles schade für den Spieler, für das Team und bei unseren Problemen im Rückraum auch für mich.“ Wetzel musste sich gestern erneut einem operativen Eingriff unterziehen.

Da auch der Einsatz seines Ersatzmannes Oliver Milde wegen schulischer Verpflichtungen noch in den Sternen steht und Robert Barten direkt vom Trainingscamp der deutschen U18-Nationalmannschaft anreist, stehen die Vorzeichen für einen
Überraschungscoup nicht gerade günstig. Kein Wunder, dass Vyron Papadopoulos, mit 115 Toren Empors erfolgreichster Werfer, sagt: „Ein Trabant tritt gegen den Mercedes an.“

Und die Automobil-Spitzenklasse hat unter der Motorhaube – sprich im Rückraum – eine Menge Pferdestärken. Hannes Lindt und Robin Haller drehen mit Timo Salzer als Regisseur aus der zweiten Reihe ein mächtiges Ding, bestechen mit Tempo-Handball und setzen die Kreisläufer Christian Heuberger sowie Patrick Rentschler glänzend in Szene. „Da muss unsere Defensive besser stehen als zuletzt, wenn wir überhaupt eine Chance haben wollen“, sagt Dr. Trtik.

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