2. Handball-Bundesliga : HC Empor gerät unter Druck

Glück für den HC Empor: Vyron Papadopoulos (rechts/hier beim 34:35 in Saarlouis) darf einen Tag später zum griechischen Nationalteam reisen und steht den Rostockern somit am Sonntag gegen Neuhausen zur Verfügung.
Glück für den HC Empor: Vyron Papadopoulos (rechts/hier beim 34:35 in Saarlouis) darf einen Tag später zum griechischen Nationalteam reisen und steht den Rostockern somit am Sonntag gegen Neuhausen zur Verfügung.

Rostocker müssen erst die Gegenwart bewältigen, um die Zukunft angehen zu können

svz.de von
25. März 2014, 05:55 Uhr

Der HC Empor im Spagat zwischen Zukunft und Gegenwart: Der Angriff auf einen der drei Aufstiegsplätze ist von den Verantwortlichen des Rostocker Traditionsvereins als Ziel für das kommende Spieljahr formuliert worden. Ein Blick auf die Tabelle der
2. Handball-Bundesliga sagt aber eindeutig aus: Empor muss sich dringend um das „Jetzt“ kümmern. Sonst ist die Perspektive in Gefahr. Der Abwärtstrend des Anfang Dezember noch Zweitplatzierten hat an Fahrt aufgenommen. Die Bilanz der Rückrunde ist deprimierend. Zwei Siegen und einem Remis stehen sechs Niederlagen gegenüber. Nach Altenholz sind die Hansestädter gemeinsam mit Hüttenberg die schlechteste Mannschaft der zweiten Saisonhälfte. Kein Wunder, dass der freie Fall bis auf Position 14 erfolgte. Zu Abstiegsplatz 17 – Tarp-Wanderup wegen der Insolvenz, Altenholz sowie Leutershausen (keine Lizenz beantragt) planen bereits für die 3. Liga – beträgt der Vorsprung lediglich fünf Zähler.

Der Druck für das Team von Trainer Dr. Rastislav Trtik wächst. Dass die Rostocker den Handball nicht verlernt haben, bewiesen sie 30 Minuten lang bis zum 21:14 zur Pause am Sonntag in Saarlouis sowie mit einem Vier-Tore-Vorsprung (29:25) knapp vier Minuten vor dem Abpfiff im Match zuvor gegen Bad Schwartau. Die Partien sind allerdings erst nach 60 Minuten beendet. In den letzten Sekunden wurden jeweils wichtige Zähler aus der Hand gegeben.

Die Leistungsabfälle speziell in den zweiten Halbzeiten haben Ursachen. Empors Kader ist nicht breit genug aufgestellt, Wechselmöglichkeiten sind kaum vorhanden. Robert Barten, Julius Porath und Jakub Zboril verfügen noch nicht über dauerhafte Zweitliga-Tauglichkeit. Wenn dann noch mit Kapitän Jens Dethloff ein Akteur durch Krankheit ausfällt, Lukas Gamrat einen schwarzen Tag erwischt und den anderen Rückraumakteuren die Kräfte schwinden, fehlen die Alternativen.

Klar ist aber ebenfalls, dass hinsichtlich der Spielweise mehr variiert werden muss. Nur „Hurra-Handball“ funktioniert nicht. Das Tempo muss auch mal herausgenommen werden. Neun Partien hat Empor noch vor der Brust. In der Begegnung am Sonntag mit Neuhausen stehen die Rostocker unter besonderem Druck. Zum Glück konnte Vyron Papadopoulos seinen griechischen Verband überzeugen, erst einen Tag später zur Nationalmannschaft zu dürfen, und auch Dethloff steht wohl wieder zur Verfügung.

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