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2. Handball-Bundesliga : HC Empor: Einfach nur Wahnsinn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

20:27 nach exakt 55:22 Spielminuten, doch die Rostocker Handball-Männer machen noch das 28:28 gegen den TV 1893 Neuhausen

Einfach nur Wahnsinn – chapeau, HC Empor! Da liegen die Rostocker Zweitliga-Handballer gegen den TV 1893 Neuhausen nach exakt 55:22 Spielminuten eigentlich uneinholbar mit 20:27 hinten, und dann macht es noch siebenmal „bing“ – 28:28 durch Kapitän René Gruszka mit der Schlusssirene. Die Stadthalle glich einem Tollhaus, ein einzigartiger Jubel, blitzschnell rannten alle anderen Akteure zum Torschützen, begruben ihn unter sich, feierten den wohl wichtigsten Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Sechs Zähler Vorsprung auf Eintracht Hagen, diesen Vorsprung sollten sich die Rostocker in den ausstehenden Partien bei der TSG Lu-Friesenheim sowie daheim gegen Aue und Bietigheim nicht mehr nehmen lassen, auch wenn Hagen noch ein Spiel mehr zu bestreiten hat.

„In der Halbzeit hatten wir uns geschworen, die desolaten ersten 30 Minuten (11:18 – d. Red.) vergessen zu machen. Man hat gesehen, dass mit Kampf, Leidenschaft und Moral eine bereits verlorene Begegnung noch gedreht werden kann. Ich bin
richtig stolz auf das Team“, freute sich Gruszka. „Das war einfach nur geil“, jubelte Routinier Jens Dethloff mit, und Norman Flödl machte „Florian Zemlin mit seinem Ballgewinn drei Sekunden vor Schluss“ als den entscheidenden Mann in der nie für möglich gehaltenen Aufholjagd aus. Selbst Gäste-Coach Aleksandar Stevic attestierte Empor „eine unglaubliche Einstellung. Sieben Tore in weniger als vier Minuten – das muss ich erst einmal verdauen.“

Alles oder Nichts hatten die Blau-Gelben nach dem 21:27 (55:41) gespielt, waren zur Manndeckung übergegangen. Die praktizierten sie auch, als Marc Pechstein beim Stand von 23:27 (57:12) zwei Minuten bekam. Zwei Tore von Norman Flödl, eins durch Zemlin plus zwei des Kapitäns – das Happy End war perfekt, der „Schnee“ der ersten Halbzeit vergessen.

Rostock: Kominek, Malitz – Becvar 3, Meuser, Dethloff, Heil, Gruszka 9/1, Flödl 4, Papadopoulos 2, Zboril, Lux 1, Zemlin 3, Pechstein 6, J. Porath (nicht eingesetzt)
Neuhausen: Rebmann, Becker
(n. e.) – Stüber 3, Sokicic, Schuldt 1, Wahl 2, D. Reusch 5, Schoch 5, Wessig, Klingler 2, Michalik 5/2,
J. Reusch 3, Bornemann 2, Maas
Siebenmeter: Rostock 1/1, Neuhausen 2/2. Zeitstrafen: Rostock 6, Neuhausen 10 Minuten. Schiedsrichter: Grell/Piper (beide Kiel)

Zuschauer: 1100

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