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3. Fussball-Liga : Hansas Heimkrise hält 2014 weiter an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker unterliegen Preußen Münster mit 2:4 (1:1)

Der FC Hansa bleibt 2014 seinem Heimkomplex treu. Der Fußball-Drittligist unterlag am Sonnabend dem SC Preußen Münster mit 2:4 (1:1) und wartet in der DKB-Arena seit acht Partien auf einen Sieg. Daran änderte auch die neue Marschroute von Robert Roelofsen nichts. „Wir haben 90 Minuten das gemacht, was ich gesagt habe. Wir besaßen vier gute Chancen und verloren durch zwei Standards das Spiel. Das ist total ärgerlich“, sagte der Interims-Trainer, der in den zwei Partien unter seiner Regie noch keinen Punkt holte und acht Gegentreffer kassierte! Die Bilanz eines Absteigers.

Dabei schien die Taktik des Niederländers zu Beginn aufzugehen. Hansa, im 4-4-2-System agierend, verzichtete auf Pressing, griff den Gegner erst in der eigenen Hälfte an und startete bei Ballgewinnen schnelle Gegenstöße. So auch in der fünften Minute, als Noël Alexandre Mendy über rechts durchmarschierte und auf Halil Savran passte, der frech mit der Hacke Preußen-Keeper Masuch prüfte. Auch der Konter über Denis Weidlich, Leonhard Haas und Milorad Pekovic, den Julian Jakobs nicht abschloss, sah gefällig aus (10.).

Das war es aber auch mit den offensiven Glanzpunkten der Rostocker. Münster war am Drücker, bediente sich einfacher Mittel. Mit langen Bällen wurde Benyamina gesucht, den die Abwehr nie in den Griff bekam. Auch nicht in der 21. Minute, als der Angreifer Haas und Pekovic davonlief und auf Siegert passte. Der düpierte Shervin Radjabali-Fardi und legte auf Benyamina zurück, welcher zum 1:0 einschoss.

Die Gastgeber schienen vom Rückstand beeindruckt, brachten nicht viel zustande. Ausnahme blieb die Chance für Mendy, der frei vor Masuch kläglich scheiterte. Münster war dem 2:0 näher, landete ein Freistoß von Grote am Pfosten (31.). Umso überraschender für die 6500 Zuschauer fiel das 1:1. Nach Ecke von Radjabali-Fardi köpfte Savran ein (38.) – schmeichelhaft.

Mit Wiederbeginn schien Hansa aufgewacht. Beim Bilderbuch-Konter über Blacha und Jakobs kam Savran nicht ganz an den Ball (46.). Auch die Abwehr agierte aggressiver – und erhielt trotzdem die kalte Dusche. Nach einer Ecke köpfte Scherder unbewacht von Max Christiansen zum 2:1 ein (51.). Nur neun Minuten später Duplizität der Ereignisse: Ecke Grote, Kopfball Benyamina – 3:1 (60.). Diesmal sprang Pelzer nicht energisch genug hoch.

Immerhin sorgte Jakobs mit einem abgefälschten Schuss für Hoffnung (2:3, 64.). Danach agierte Hansa wie schon gegen Halle wie ein angeschlagener Boxer: Vorne gefährlich, hinten jederzeit für ein Gegentor gut. Und tatsächlich, nach Ecke von Jakobs köpfte Radjabali-Fardi am langen Pfosten stehend Grote an. Beim fälligen Handelfmeter scheiterte Savran an Masuch (84.). Vier Minuten später nutzte der Ex-Rostocker Schöneberg einen Patzer von Jörg Hahnel zum 4:2 aus.

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