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Drittligist : Hansas Euphorie wieder verflogen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach 0:1 in Köln bemängelt Trainer Vollmann Konzentration und Laufbereitschaft / Personalkarussell dreht sich gegen Duisburg weiter

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 08:00 Uhr

„Gipfeltreffen“ beim FC Hansa: Neben Vorstandsboss Michael Dahlmann fuhr gestern auch der neue Aufsichtsrats-Chef des Rostocker Drittligisten, Harald Ahrens, an der DKB-Arena vor. Das Führungsduo traf sich gut 45 Minuten mit Trainer Peter Vollmann, der deswegen sogar die obligatorische Pressekonferenz nach hinten verschieben musste. Fanden da etwa hinter verschlossenen Türen die ersten Krisengespräche der Saison statt?


Vollmann: „Das nehme ich auf meine Kappe“


„Der Termin stand schon vor drei Wochen fest“, wiegelte Ahrens ab, und auch Vollmann, der sich später bei den wartenden Journalisten für die Verspätung entschuldigte, erteilte jedweden Spekulationen eine Absage: „Ihr sollt keine Geschichten stricken, sondern das schreiben, was ist.“

Dabei gäbe es für die Verantwortlichen genügend Gründe, über die sportliche Situation zu reden. Herrschte bei den Rostockern nach dem 4:2-Erfolg gegen Arminia Bielefeld am Wochenende noch Aufbruchstimmung, so ist diese nach dem 0:1 am Mittwochabend bei Fortuna Köln schon wieder verflogen. „Manche Siege sind kontraproduktiv, wenn sie zu sehr ausgekostet werden. Offenbar haben wir nicht die Balance gefunden und zu spät die nötige Konzentration und Eigenmotivation entwickelt“, rätselte Vollmann über die Gründe für die sechste Saisonpleite.

Mehr noch als den fehlenden Biss bemängelte der Fußball-Lehrer die Laufbereitschaft einiger Akteure. „Wir haben da Defizite an den Tag gelegt. Ich hätte vielleicht den einen oder anderen Spieler schonen sollen. Das muss ich auf meine Kappe nehmen.“ Meinte er etwa David Blacha, der nach 70 Minuten völlig entkräftet ausgewechselt wurde, Max Christiansen, der nach seinen U19-Länderspiel-Einsätzen kaum Akzente setzen konnten, oder Mustafa Kucukovic, der müde wirkte?

So oder so, Vollmann wird im morgigen Heimspiel gegen den MSV Duisburg erneut personelle Änderungen vornehmen. „Die sind zwingend notwendig, um frische Kräfte reinzubringen. Mit 97 Prozent kannst du kein Spiel gewinnen“, ist sich der Trainer sicher. Ob dies reicht, damit Hansa wieder einen Schritt nach vorne und nicht zurück macht, wird sich zeigen. „Ich hoffe, dass alle die Lage begriffen haben und die Spieler eine Reaktion zeigen“, so Vollmann. Sonst wäre künftig tatsächlich ein Krisengipfel an der DKB-Arena fällig.

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