3. Fußball-Liga : Hansas Auswärts-Lust wird daheim zur Last

Trainer Andreas Bergmann muss vor allem bei Heimspielen auf seine Spieler wie Halil Savran (l.) psychologisch einwirken. In der DKB-Arena sprangen erst 19 Punkte heraus.
Trainer Andreas Bergmann muss vor allem bei Heimspielen auf seine Spieler wie Halil Savran (l.) psychologisch einwirken. In der DKB-Arena sprangen erst 19 Punkte heraus.

Rostocker sind zweitbestes Auswärtsteam der 3. Liga, bleiben aber in DKB-Arena hinter Erwartungen zurück

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22. Februar 2014, 10:00 Uhr

Auswärts hui, daheim pfui: Der FC Hansa tritt in der bisherigen Saison in der Fremde deutlich mutiger und unbedarfter auf, als in der heimischen DKB-Arena. Dies offenbart jedenfalls die Heim- und Auswärtsstatistik der 3. Liga, in der die Rostocker völlig unterschiedliche Platzierungen einnehmen.

Während die Nordostdeutschen in bislang zwölf Heimspielen 19 Punkte (14:10 Tore) errangen und nur Tabellenrang elf einnehmen, sammelten sie auswärts in 13 Partien 20 Zähler (18:25) und sind hinter dem 1. FC Heidenheim beachtlicher Zweiter dieser Wertung.

Sind diese Statistiken Schall und Rauch oder geben die Zahlen Einblick in die Psyche des Hansa-Teams?

Trainer Andreas Bergmann nimmt die vermeintliche Heimschwäche seiner Truppe durchaus ernst: „Das hat oft etwas mit der Erwartungshaltung zu tun, zu Hause eine gute Leistung abliefern zu wollen. Da ist der Druck schon vorhanden. Vielleicht sind wir noch nicht so stabil und konstant und zeigen vor unserer großen Kulisse zu viel Respekt“, sagt der Fußball-Lehrer.

Gleichzeitig verwies der Coach auf die guten Heimauftritte der Rostocker wie gegen Unterhaching (0:1) oder Dortmund II (1:2), als auch Pech im Spiel war. „Da haben wir ganz gut gespielt, jedoch stimmte das Ergebnis nicht“, so Bergmann.

Und auf das Ergebnis kommt es schließlich an, egal, ob auf heimischem oder fremdem Platz, wo die Ostseestädter stets von zahlreichen Anhängern begleitet werden. „Ehrlich gesagt, habe ich oft gar nicht das Gefühl, dass wir auswärts spielen, da uns dort so viele Fans unterstützen.“ Kein Wunder, dass Hansas 13 Auswärtsbegegnungen insgesamt 105 000 Zuschauer (Schnitt 8138) verfolgten – der Spitzenwert in der 3. Liga.

Shervin Radjabali-Fardi hat sich mit diesen Statistiken noch nicht beschäftigt und könnte gut und gerne auf die langen Auswärtsfahrten (knapp 25000 Kilometer pro Saison) verzichten. „Die Zeit im Bus ist schon belastend. Das muss ich nicht unbedingt haben“, sagt der Verteidiger.

Leider doch: Heute reist der Hansa-Tross in die 680 Kilometer entfernte Oberpfalz und will morgen beim SSV Jahn Regensburg seine Auswärtsbilanz bestätigen. Übrigens: Die Gastgeber können sich über mangelnde Heimstärke nicht beschweren – sie holten im Jahnstadion bereits 22 Punkte (5.).

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