3. Fußball-Liga : Hansa wehrt sich nur eine halbe Stunde

Mit letztem Einsatz versuchen Noël Alexandre Mendy (links) und  Keeper Jörg Hahnel im Duisburger Strafraum zum Abschluss zu kommen. Doch auch die letzte Aktion brachte nichts ein – Hansa kassierte mit dem 0:1 die vierte Heimniederlage in Folge.
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Mit letztem Einsatz versuchen Noël Alexandre Mendy (links) und Keeper Jörg Hahnel im Duisburger Strafraum zum Abschluss zu kommen. Doch auch die letzte Aktion brachte nichts ein – Hansa kassierte mit dem 0:1 die vierte Heimniederlage in Folge.

Rostocker unterliegen MSV Duisburg erneut mit 0:1

svz.de von
23. März 2014, 22:00 Uhr

Saftlos, kraftlos, ideenlos: Fußball-Drittligist FC Hansa bleibt im Jahr 2014 weit hinter den Erwartungen zurück. Die Rostocker ließen am Sonnabend gegen den MSV Duisburg über 60 Minuten jeglichen Elan vermissen und unterlagen verdient mit 0:1 (0:1). „Ich weiß nicht, wie man so leblos in die erste Halbzeit gehen kann. Das ist zum Kotzen“, ärgerte sich FCH-Keeper Jörg Hahnel nach der vierten Heimniederlage in Folge, mit der die Ostseestädter auf Rang sechs durchgereicht wurden.

Dabei wies die Partie vor 7800 Zuschauern etliche Pa-rallelen zu den letzten Heimpleiten auf. Erneut geriet Hansa durch einen Sonntagsschuss von Gardawski, der in den Winkel traf, früh in Rückstand (11.), erneut griff im Team die Verunsicherung wie ein Virus um sich. Keine Präsenz in den Zweikämpfen, keine Bindung zwischen Mittelfeld und Angriff und eine Abwehr, die ständig in Bedrängnis geriet – „so extrem“ hatte Trainer Andreas Bergmann seine Truppe in dieser Saison noch nicht erlebt.

Die Gastgeber hätten sich in den ersten halben Stunde über einen höheren Rückstand nicht beschweren dürfen. So reagierte Hahnel beim Schuss von Wegkamp (4.) und dem Kopfball von Bollmann (42.) glänzend, kratzte Milorad Pekovic einen Schuss von Kühne von der Linie (15.). Die Gäste bedienten sich einfacher Mittel: Mit Pressing und körperbetonter Gangart wurde schnörkellos nach vorne gespielt und meist der baumlange MSV-Stürmer Onuegbu gesucht.

Insofern war es erstaunlich, dass Hansa bis zur Pause überhaupt Chancen kreierte. Nach guter Kombination schoss Pekovic vorbei (12.). Zudem köpfte Verteidiger Noël Alexandre Mendy, der für Robin Krauße zurück in die Startelf gerückt war, drüber (20.). Auch die Aktionen von Halil Savran (24./Schuss geblockt), David Blacha (32./Direktabnahme vorbei) und Julian Jakobs (44./prüft Keeper) waren Belege, dass noch nichts verloren war.

Doch die Initialzündung blieb nach Wiederbeginn zunächst aus. Vielmehr hätte Onuegbu bei seinem Kopfball an die Latte für die Vorentscheidung sorgen können (53.). Erst ein taktisch kluger Schachzug von Bergmann – für den indisponierten Pekovic kam Steven Ruprecht, dafür rückte Denis Weidlich auf die „Sechs“ – brachte Ordnung ins Hansa-Spiel.

Angetrieben von Kapitän Sebastian Pelzer nahmen die Hausherren nun die Zweikämpfe an und drängten auf den Ausgleich. Wenn schon spielerisch nichts ging, dann über Standards. Im Minutentakt zirkelte Haas die Bälle in den Strafraum, wo Weidlich per Schlenzer (56.), Jakobs per Direktabnahme (60., 69.) und Nikolaos Ioannidis per Kopf (75.) scheiterten. Auch Haas scheiterte mit seinem Schlenzer am Keeper (90+1).

„Die zweite Hälfte war o.k. Da traten wir leidenschaftlich auf und erarbeiteten uns Chancen. Nur, das muss man über 90 Minuten tun. Es macht keinen Spaß, ständig zu Hause zu verlieren“, so Hahnel.

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