3. Fußball-Liga : Hansa versinkt 2014 im Mittelmaß

Hat derzeit wenig Spaß: Keeper Jörg Hahnel.
Hat derzeit wenig Spaß: Keeper Jörg Hahnel.

Drittligist erringt in diesem Jahr erst acht Punkte aus zehn Spielen

svz.de von
27. März 2014, 10:00 Uhr

Die Hansa-Kogge befindet sich in schwerer Seenot und hat Schlagseite. War der Rostocker Fußball-Drittligist nach der 1. Halbserie noch Dritter, so sind die Ostseestädter nach dem 31. Spieltag mit 13 Punkten Rückstand zum Aufstiegs-Relegationsplatz im Mittelfeld der Liga versunken. Die Bilanz ist besorgniserregend: 2014 erst acht Punkte aus zehn Spielen. Zuletzt drei Pleiten in Folge ohne eigenen Treffer. Fünf Heimspiele ohne Sieg. Ratlose Spieler, die kaum eine Entwicklung erkennen lassen. Am Dienstag bezwang selbst Schlusslicht 1. FC Saarbrücken die Norddeutschen souverän mit 2:0.

„Im Moment bin ich sprachlos, enttäuscht und sauer. Wir schießen kein Tor und fangen uns hinten bei einem Standard wieder eins ein. Zum dritten Mal in Folge gerieten wir vor der 20. Minute in Rückstand. Das bricht uns das Genick. Das müssen wir abstellen“, sagte David Blacha, mit acht Treffern bester Schütze der Rostocker.

Beim 23-Jährigen ist auf dem Platz zu erkennen, dass er will. Oft zieht es ihn von der rechten Seite ins Zentrum. In Saarbrücken holte sich Blacha die Bälle selbst von Innenverteidigern ab. Doch ohne Hilfe seiner Mitspieler ist er zu sehr auf sich gestellt. „Wir haben einen Negativlauf, den wir nicht haben wollten. Aber es bringt nichts, wir müssen weiterarbeiten, noch mehr Gas geben und dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken“, so der Mittelfeldmann.

Schon in der Hinrunde hatten die Rostocker eine schlimme Phase, als sie vom 5. bis 13. Spieltag lediglich fünf von 27 Zählern holten.

Der Blick richtet sich aktuell eher nach unten als nach oben, wenngleich Blacha sagt: „Wir haben 43 Punkte und uns ja schon ein Polster erspielt und sind nicht wie damals auf dem 15. Platz. Letztlich ist es aber nicht unser Anspruch, dass wir jedes Spiel verlieren.“

Wenig Spaß verspürt derzeit auch Keeper Jörg Hahnel. Der Routinier hält, was zu halten ist, bewahrt die Truppe vor weiteren Gegentreffern. „Es war die dritte Niederlage in Folge. Die Laune hat sich nicht verbessert. Wir haben uns viel vorgenommen, versucht, irgend etwas zu machen, aber im Moment klappt gar nichts“, so der 32-Jährige, der sich das einfallslose Gebolze von langen Bällen hilflos von hinten anschauen muss: „Wahrscheinlich ist es die Verzweiflung, die die Mannschaft zu solchen Mitteln greifen lässt. Bei anderen Teams geht es ja auch mit langen Bällen, aber bei uns klappt selbst das nicht.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen