Fußball, 3. Liga : Hansa setzt voll auf Jugend

Fokus auf die Jugend: Der FC Hansa setzt auch in dieser Saison auf eigene Talente, darunter Lukas Scherff (l./18) und Dennis Srbeny (r./20), die gegen Cottbus im Kader standen.
Fokus auf die Jugend: Der FC Hansa setzt auch in dieser Saison auf eigene Talente, darunter Lukas Scherff (l./18) und Dennis Srbeny (r./20), die gegen Cottbus im Kader standen.

Fußball-Drittligist sieht in Nachwuchsarbeit Schlüssel zum Erfolg / Verstärkte Sichtung von Talenten

svz.de von
25. November 2014, 08:00 Uhr

Der FC Hansa macht aus der Not eine Tugend. Statt horrend in den Profi-Kader zu investieren, will der finanziell angeschlagene Fußball-Drittligist noch stärker auf die Jugend setzen. „Der Nachwuchs ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir wollen bei der Ausbildung junger Fußballer wieder die nationale Spitze angreifen“, betonte Vorstandsvorsitzender Michael Dahlmann auf der Mitgliederversammlung des Vereins.

Unter dem Motto „Mit neuer Kraft zu alter Stärke“ will der Traditionsclub noch mehr eigene Talente ausbilden und damit an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen. „Etliche Profis, darunter Weltmeister Toni Kroos, haben bei uns ihre Laufbahn begonnen. Das sind unsere Stärken, hier müssen wir ansetzen“, betonte Dahlmann.

Hintergrund ist, dass Hansa im Lizenzbereich über seinen Verhältnissen lebt. „Unsere Kosten sind in der Profi-Abteilung im Vergleich zu anderen Drittligisten zu hoch. Daher werden wir den Etat zur neuen Saison um 800 000 Euro auf 2,6 Millionen Euro senken“, kündigte der Vereins-Chef an. Folglich müsse die Nachwuchsarbeit intensiviert und die Jugend noch stärker in der ersten Mannschaft integriert werden.

Als erste Maßnahme will der Verein die Infrastruktur der Nachwuchsakademie auffrischen. Dazu rief der Verein eine Spendenaktion ins Leben, mit der ein neuer Kunstrasenplatz finanziert werden soll. Zudem legt Hansa Wert auf gut ausgebildete Trainer, möchte die Leistungsdiagnostik verbessern sowie in Sichtung und Scouting investieren. „Gerade dieser Punkt wurde in der Vergangenheit vernachlässigt“, so Dahlmann.

Langfristiges Ziel sei es, junge, hungrige Spieler auszubilden, die sich mit dem FC Hansa identifizieren und Eckpfeiler des sportlichen Erfolgs sind. Sofern es nicht möglich sei, Talente im Verein zu halten, „wollen wir wenigstens anständige Transfererlöse erzielen“, sagte Dahlmann.

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