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1:3 gegen Großaspach : Hansa konfus und hilflos

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

1:3 gegen Großaspach war sogar noch schmeichelhaft

Jetzt lässt sich der Begriff „Saisonfehlstart“ nicht mehr länger umdribbeln: Mit 1:3 (1:2) unterlag ein hilfloser FC Hansa gestern in der 3. Fußball-Liga dem Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach. Dem 4:3 zum Auftakt in Münster sind ganze zwei Punkte aus fünf Partien gefolgt – heute könnten die Rostocker auf Platz 17 abstürzen!

Aus der Start-Elf vom 4:4 in Regensburg saßen Ruprecht und Blacha diesmal auf der Bank, wurden abgelöst von Vidovic in der Innenverteidigung und Bickel auf dem linken Flügel. Besserung brachten diese Maßnahmen nicht: Schon in den ersten zehn Minuten fingen sich die Blau-Weißen auf dilettantische Weise ein 0:2 ein. Sohm (5.) und Senesie (8.) kamen beide erschreckend unbehelligt zum Abschluss.

Wobei es sich zu einfach machte, wer da meinte, die zentrale Abwehr mit Stuff und Vidovic sei an allem schuld. Das Problem lag eher bei den „Sechsern“: Weidlich und Schwertfeger hätten die Riesenlücken schließen müssen, die sich oft nach vorne wie nach hinten zwischen der Verteidigung und dem „Rest“ der Truppe auftaten.

Beim FCH herrschte totale Konfusion mit miserablen Pässen: Der Ball kam oft noch nicht mal im Mittelfeld an, weil halt bereits die dichtesten Anspielstationen fehlten.

Aber Hansa hat ja in Regensburg gerade mit großer Leidenschaft einen Zwei-Tore-Rückstand noch aufgeholt, und es schien, als könnte dies wieder gelingen, als ein Kopfball von Srbeny nach Ecke von Bickel und Flanke von Jakobs zum 1:2 einschlug (24.). Die nach einem Hotel (!) benannten Gäste – die schon lange nichts mehr gemein haben mit der Thekenmannschaft, aus der die jetzige SG Sonnenhof einst hervorging – spielten allerdings weiter frech auf und hätten zur Pause höher führen können, wenn nicht müssen. Der Hochkaräter von Sohm (40.) war keineswegs die einzige weitere klare Chance der Württemberger.

Dass die Süddeutschen gleich nach der Pause dann doch zum 3:1 kamen, war absolut verdient. Es passte ins Bild, dass eine höchst seltsame Aktion von Krauße zum Eigentor führte (Kopfball an den Innenpfosten und dann über die Linie/48.).

Die Mecklenburger fanden trotz Wechseln und Umstellungen auch in der Folgezeit überhaupt nicht in die Partie. Vielmehr mussten sie stets mit dem nächsten Gegentreffer rechnen (Senesie von Krauße geblockt/60., Kopfball Gehring von Hahnel gehalten/69.). Selbst zum Abschluss kamen die Gastgeber so gut wie nie, und wenn, entstand daraus keine Gefahr für Schwarz-Rot. Das 1:3 war alles in allem sogar schmeichelhaft.

Rostock: Hahnel – Krauße, Stuff, Vidovic (56. Starke), Pelzer (74. Gröger) – Weidlich, Schwertfeger – Jakobs (46. Blacha), Srbeny, Bickel – Ziemer. Großaspach: Kunz – Vecchione (35. Binakaj), Gehring, Hägele, Kienast – Skarlatidis (84. Landeka), Rizzi, Jüllich, Berger (76. Rühle) – Sohm, Senesie
Schiedsrichter: Koslowski (Berlin)

Zuschauer: 8000. Tore: 0:1 Sohm (5.), 0:2 Senesie (8.), 1:2 Srbeny (24.), 1:3 Krauße (48./Eigentor)



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