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1:3 gegen MSV Duisburg : Hansa: Kein Saft für 90 Minuten

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hansa gegen Duisburg nach der Pause völlig platt

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2014 | 20:15 Uhr

Anerkennenswerte, richtig gute erste Halbzeit, ungeschlachte zweite, ergibt für Fußball-Drittligist FC Hansa ein ernüchterndes 1:3 (1:0) gegen den MSV Duisburg. „Ich habe keine Ahnung, bin im Augenblick ratlos“: Nicht nur Stürmer Marcel Ziemer hätte am Ende am liebsten gar nichts mehr gesagt. Dabei ist die Erklärung dafür, dass die Rostocker vom Abstieg bedroht sind, ganz einfach: Diese Mannschaft hat weder physisch noch mental Kondition für 90 Minuten. Wir erinnern uns: Beim 4:2 unlängst gegen Bielefeld wäre nach 3:0-Führung beinahe noch das 3:3 gefallen, und schon zum Saisonauftakt in Münster (4:3) hätten die Mecklenburger fast ein 4:1 aus der Hand gegeben.

Peter Vollmann verzichtete auf einen personellen Rundumschlag, der nach dem 0:1 bei Fortuna Köln durchaus möglich schien. Er brachte lediglich Krauße für Gröger als Rechtsverteidiger und ließ Blacha draußen. Dafür kehrte der nach Gelb-Sperre wieder spielberechtigte Ruprecht in die Start-Elf zurück. Weidlich rückte von der Innenabwehr weit nach vorn, Kucukovic durfte erneut von Beginn an stürmen, Ziemer blieb zunächst auf der Bank.

Anfangs setzten die Gäste blitzschnelle Nadelstiche, denen die Rostocker aber ausweichen konnten, und bald blieben auch diese „Zuckungen“ des MSV aus. Spätestens nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden des Duisburger Torjägers Janjic (26.) hatte der FC Hansa das Geschehen defensiv voll im Griff und bekam erfreulicherweise auch im Gang nach vorn etwas zustande. Die erste Duftmarke setzte Bickel, dessen Freistoß von halblinks aus etwa 20 Metern Luftlinie Torentfernung an die Latte knallte (11.). Dann profitierte Weidlich davon, dass sein Gegenspieler Bajic ausrutschte. Die sich dadurch auftuende Lücke nutzte er so aus, wie er heißt: weidlich! Kraftvoller Antritt, präziser Abschluss flach ins linke Eck – 1:0 (15.). Auf fast die gleiche Weise hätte der Deutsch-Ghanaer das 2:0 folgen lassen können: Diesmal glitt Meißner aus, doch Weidlich zauderte, entschied sich schließlich zum Abspiel auf Bickel, doch das kam zu spät und zu ungenau (25.).

Die Führung der Blau-Weißen nach der ersten Hälfte war vollauf verdient. Doch leider hatten sie auf einmal keinen Saft mehr. Es war, als hätte in der Pause jemand bei ihnen den Stecker gezogen. Die hellgrünen „Zebras“ gestalteten die Partie jetzt einseitig (7:0 Ecken) gegen Hanseaten, von denen kaum noch etwas ausging. Erst recht, nachdem Wolze mit einem von Kucukovic abgefälschten Freistoß den Ausgleich erzielt hatte (54.). Vorausgegangen war ein unerzwungener Fehlpass von Ruprecht, den Pelzer nur mit Foul an Gardawski auszubügeln wusste. Es war allein noch eine Frage der Zeit, bis Duisburg das Spiel ganz drehte: Grote an den Pfosten (60.), schließlich 2:1 durch Klotz, der einen Konter abschloss (69.). Jener nagelte Hansa dann auch in der Nachspielzeit mit dem 3:1 endgültig an die Wand.

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