3. Fußball-Liga : Halil Savran widerspricht dem Trainer

Diskussionsbedarf: Hansa-Stürmer Halil Savran im angeregten Dialog mit Trainer Andreas Bergmann
Diskussionsbedarf: Hansa-Stürmer Halil Savran im angeregten Dialog mit Trainer Andreas Bergmann

Stürmer fordert bessere Defensivleistung des Teams

svz.de von
06. März 2014, 11:21 Uhr

„Man kann solch ein Spiel auch einmal mit 3:2 gewinnen“, kritisierte Hansa-Trainer Andreas Bergmann die Angriffsleistung der Truppe beim 1:2 gegen den Chemnitzer FC. Doch Stürmer Halil Savran kontert seinen Chef: „Wir können das Spiel auch mit 1:0 oder 2:1 für uns entscheiden.“

Für den 28-Jährigen ist es zu einfach, den jüngsten Misserfolg an einzelnen Mannschaftsteilen festzumachen. „Na klar hätten wir mehr Treffer erzielen können, doch wir haben auch einfach zu viele Gegentore bekommen. 2014 spielten wir in sechs Partien noch kein einziges Mal zu null. Wir müssen uns als Team steigern und vor allem stabiler agieren“, so der Angreifer, der für das negative Torverhältnis (34:38) eine einfache Rechnung aufstellt: „Wir haben zwölf Elfmeter gegen uns bekommen. Zudem führten etliche individuelle Fehler zu Gegentreffern. Ziehen wir davon jetzt 15 bis 20 ab, sieht die Sache schon ganz anders aus, und wir bewegen uns auf dem Niveau der Spitzenteams“, erklärt Savran.

Die drei Erstplatzierten der 3. Fußball-Liga – 1. FC Heidenheim (18 Gegentore), RB Leipzig (26) und der SV Darmstadt (23) – verfügen letztlich auch über die stabilsten Abwehrreihen. „Wir haben ja in unserer tollen Phase im November und Dezember selbst gemerkt, wie hilfreich es ist, wenn wir defensiv stabil stehen. Gegen Erfurt oder auch Elversberg reichte ein Tor, um die Partien zu gewinnen, und für einen Treffer, sei es bei einem Standard, ist man als Mannschaft doch immer gut“, meint der zweitbeste Scorer der Hanseaten (fünf Tore und vier Vorlagen).

Am meisten ärgert Savran allerdings, dass man durch zuletzt nur einen Sieg aus sechs Duellen die gute Ausgangsposition fast verspielt hat. „In unserer schlechten Phase glaubte niemand, dass wir noch mal um die vorderen Plätze mitspielen könnten. Doch wir arbeiteten uns zwischenzeitlich bis auf Platz drei hoch. Blickt man jetzt aber auf die vergangenen Spiele, haben wir das leider zu leichtfertig vergeben. Das hätte nicht sein müssen, und ob wir nächste Saison wieder in so eine Lage kommen, kann niemand vorhersagen. Im Fußball ist nichts planbar.“

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