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Hansa Rostock : Hahnel rüttelt Team wach

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hansa-Keeper fordert mehr Zweikampfhärte und erteilt Aufstiegsambitionen vorerst Absage

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 20:37 Uhr

Jörg Hahnel ist in dieser Saison wahrlich nicht zu beneiden. Der Keeper des FC Hansa, der sich (mal wieder) den Stammplatz zwischen den Pfosten des Fußball-Drittligisten gesichert hat, musste in den ersten elf Punktspielen der neuen Saison gleich 20-mal hinter sich greifen – der zweitschwächste Wert hinter Schlusslicht Regensburg (24). Dass „Jockel“ bei nahezu allen Gegentreffern machtlos war und – bis auf einige Patzer bei hohen Bällen – solide Leistungen zeigte, kann den Routinier nicht milde stimmen. Zu dürftig fällt die Punkteausbeute der Rostocker aus.


„Von Qualität können wir uns nichts kaufen“

„Wir haben elf Punkte in elf Spielen gesammelt, stehen nicht ohne Grund da unten drin. Jetzt kann es nur darum gehen, bis zur Winterpause gegen den Abstieg zu punkten“, legt Hahnel den Finger in die Wunde. Damit erteilt der Schlussmann jeglichen Träumereien, 2014/15 in der 3. Liga vorne mitzumischen, vorerst eine Absage. Auch das Gerede, dass Hansa in dieser Spielzeit eigentlich über gute Einzelkönner verfüge, kann der Routinier nicht mehr hören. „Das, was da auf dem Papier steht, können wir zerreißen. Von der Qualität können wir uns nichts kaufen. Wichtig ist, dass wir konstant punkten und schleunigst da unten rauskommen.“

Konstanz, die die Rostocker derzeit vermissen lassen. „Nach dem Heimsieg gegen Bielefeld hatten wir uns in Köln mehr erwartet, standen aber am Ende wieder mit leeren Händen da. Diese Leistungsschwankungen sind nicht zu erklären“, rätselt Hahnel.

Dagegen hat der 32-Jährige einen Grund für die hohe Zahl an Gegentoren ausgemacht: die schwache Zweikampfführung seiner Vorderleute. „Jeder kleine Zweikampf, den wir führen, kann entscheidend sein. Das müssen wir immer wieder ansprechen und den Spielern in die Köpfe hämmern!“

Ob diese Ansage für das heutige Heimspiel gegen Duisburg fruchtet, wird sich zeigen. „Jockel“: „Gegen den MSV sollte eine Reaktion erkennbar sein. Wenn wir die Eins-gegen-Eins-Duelle gewinnen, erhöhen sich die Chancen, dass der Pfeil in unsere Richtung zeigt.“

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