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Shorttrack : Große Ehre für Moritz Kreuseler

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der 17-jährige Shorttracker ist der erste Rostocker Teilnehmer an den Olympischen Jugend-Winterspielen in Norwegen

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Am Freitag steigt im Stampesletta-Sportkomplex im norwegischen Lillehammer die Eröffnungsfeier der 2. Olympischen Jugend-Winterspiele, und Shorttracker Moritz Kreuseler vom ESV Turbine ist dabei. Der erste Rostocker, der die Ehre hat, an Olympic Youth Games teilzunehmen, hebt heute um 13.20 Uhr mit dem Flug Nummer SAS SK4724 in Berlin-Tegel ab in Richtung Oslo-Gardermoen. An der Seite des 17-Jährigen wird lediglich die gleichaltrige Anna Seidel vom EV Dresden sein, die 2014 im russischen Sotschi mit 15 Jahren schon bei „richtigen“ Olympischen Spielen startete. Die Landung ist für 14.55 Uhr vorgesehen. In Oslo vereinen sich die beiden mit der aus München anreisenden Nachwuchs-Bundestrainerin Diana Scheibe. Per Bus-Transfer geht es nach Hamar in das zweite olympische Dorf, denn die Shorttracker werden nicht in Lillehammer in Aktion treten, sondern im etwa 40 bis 50 Kilometer südlich befindlichen Gjøvik.

Moritz Kreuselers Teilnahme an Jugend-Olympia war zwischenzeitlich durchaus fraglich. Nach einem bakteriellen Infekt, der ihn seit dem Starclass-Wettkampf am zweiten Januar-Wochenende in Nottingham (Großbritannien) weitgehend außer Gefecht gesetzt hatte, ist der Sildemower jedoch rechtzeitig wieder fit geworden: „Ich bin natürlich froh, dass gesundheitlich alles okay ist. Was ich mir für Norwegen vornehme, dieses Thema rückte bei dem Hin und Her, ob ich letztlich starte, fast ein bisschen in den Hintergrund. Ich bin jetzt erst mal glücklich, überhaupt dabei sein zu können. Was man sicher sagen kann, ist aber, dass ich nicht nur hinterherlaufen, sondern die Rennen mitgestalten sollte.“

Der Schüler der 11. Klasse an der Rostocker Werkstattschule hat das Glück, die 2. Olympischen Jugend-Winterspiele von Anfang bis Ende auskosten zu dürfen. Seine Wettkämpfe über 1000 und 500 Meter (die sonst ebenfalls übliche 1500-Meter-Distanz gibt es bei Jugend-Olympia nicht) sind für Sonntag beziehungsweise den 16. Februar angesetzt. Montag „stand“ er in der heimischen Halle Schillingallee zum ersten Mal seit rund vier Wochen wieder auf dem Eis, gestern nochmals. Heute, nach der Ankunft, wird wohl zunächst nur „ein Läufchen, ein bisschen Landtraining“ auf dem Programm stehen, denkt er. Morgen sollten Moritz und Anna dann in die Felsenhalle dürfen, „ihre“ Sportstätte in Gjøvik. „Es war Anfang der Woche wie erwartet etwas anstrengender als sonst, doch ich bin zuversichtlich, dass ich schnell wieder in den Rhythmus reinkomme“, so Kreuseler.

Was sagen die Trainerinnen des Rostocker Talents zu seinen Aussichten? Karin Schmidt, „Chefin“ des hiesigen Nachwuchs-Bundesstützpunktes, meint: „Moritz musste ja bekanntlich zuletzt ein bisschen kürzer treten. Zum Glück hat sich die Befürchtung, es könnte sich bei seiner Erkrankung um Pfeiffersches Drüsenfieber handeln, nicht bestätigt. Lillehammer war früher bekannt für schnelles Eis. Vielleicht kann er, wenn er gut drauf ist, noch mal eine ordentliche 500-Meter-Leistung abliefern, möglicherweise sogar neue Bestzeit laufen, 44,0 Sekunden oder darunter (er steht bei 44,505, aufgestellt bei einem Wettkampf der Starclass-Serie am 28. November 2015 in Malmö – d. Red.).“ Die Dresdnerin Diana Scheibe ergänzt: „Von uns gibt es jetzt keine Riesenvorgabe, aber Ziel muss es für ihn sein, sich auf einer der beiden Strecken unter den Top Acht zu platzieren, also ein B-Finale zu erreichen.“

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