Kanufahren : Gordan Harbrecht steigt um

Als „ein schönes Schiffchen“ bezeichnet Gordan Harbrecht vom Rostocker Kanu-Club sein Surf-Ski-Kajak. Hier legt er mit dem „Rennboot fürs Meer“ die letzten Meter bis zum Ziel an der Reriker Seebrücke und zum Titel des Deutschen Meisters zurück.
Als „ein schönes Schiffchen“ bezeichnet Gordan Harbrecht vom Rostocker Kanu-Club sein Surf-Ski-Kajak. Hier legt er mit dem „Rennboot fürs Meer“ die letzten Meter bis zum Ziel an der Reriker Seebrücke und zum Titel des Deutschen Meisters zurück.

Die Olympischen Spiele hat der Rostocker Rennkanute verpasst – doch jetzt fand er ein neues attraktives „Betätigungsfeld“

svz.de von
30. Juni 2016, 11:19 Uhr

Wenn die Chance auch von vornherein nur eine minimale war – die Enttäuschung über die verpasste Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro saß tief bei Rennkanute Gordan Harbrecht. Zumal er im zurückliegenden Olympia-Zyklus immer zur Nationalmannschaft gehörte…

Doch der Mann vom Rostocker Kanu-Club ist auf dem besten Weg, den aktuellen Rückschlag ebenso wegzustecken, wie er in früheren Jahren ernste Erkrankungen und Verletzungen (Pfeiffersches Drüsenfieber, Meniskusriss, Herzmuskelentzündung) überwand. Mit neuer Motivation sitzt er wieder im Boot – allerdings jetzt in einem ganz anderen…

„Nach der verkorksten Quali-Geschichte musste ich den Kopf frei kriegen und die Lust am Paddeln zurückgewinnen“, beschreibt Gordan Harbrecht, wie er in dem Meeressport Surf Ski ein neues attraktives Betätigungsfeld fand. „Mir stand bereits ein vom Hersteller Nelo geliehenes Boot zur Verfügung. Ich hatte das nebenbei auch schon mal ausprobiert, wie man mit dem Wind auf den Wellen surft. Ich bin jetzt sehr ambitioniert da eingestiegen und will das diese Saison auf möglichst hohem Niveau durchziehen, um zu sehen, ob ich in diesem technisch anspruchsvollen Sport international mithalten kann.“

Kürzlich beim Hawaiian Sports Festival wurde der Rostocker auf Anhieb Deutscher Meister: „Über 15 der 21 Kilometer von der Insel Poel nach Rerik war es ein harter Fight auf Augenhöhe gegen den letztlich Zweiten, den Kölner Top-Fahrer Michael Dobler. Es gibt zwar noch ein zweites Qualifikationsrennen beim 6. OC-
Ostseecup des SV Breitling am 6. August in Rostock, aber als Meister sollte ich so oder so gute Chancen haben, bei der Europameisterschaft im September auf Sardinien dabei zu sein. Dort teilzunehmen und vorne mitzufahren ist, nachdem aus dem Olympia-Traum nichts wurde, mein neues Haupt-Saisonziel. Zudem fahre ich wahrscheinlich auch die Deutschen Rennsport-Meisterschaften im August in Brandenburg, und ich will mein Maschinenbau-Studium forcieren.“

Peter Richter

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