2. Handball-Bundesliga : Gienapp: Wir haben Interesse an Stefan Terzic

René Gruszka (links) und Empor-Vorsitzender Jens Gienapp bei der Vertragsunterzeichnung.
René Gruszka (links) und Empor-Vorsitzender Jens Gienapp bei der Vertragsunterzeichnung.

Handball-Zweitligist will den serbischen Linkshänder zur neuen Saison unter Vertrag nehmen / Geschäftsführer nimmt Trainer Trtik in die Pflicht

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18. März 2014, 08:33 Uhr

Der HC Empor Rostock kommt in der Rückrunde der 2. Handball-Bundesliga nicht richtig in Tritt. Zwei Siege (4:10 Punkte) ließen die Anfang Dezember noch auf Platz zwei stehenden Hansestädter auf Position 14 zurückfallen. Vor der Partie morgen um 19.30 Uhr in der ausverkauften Ospa-Arena gegen den VfL Bad Schwartau sprach NNN-Mitarbeiter Bernd-Dieter Herold mit dem Vereinsvorsitzenden und GmbH-Geschäftsführer Jens Gienapp.

Herr Gienapp, der Verein hat ein anspruchsvolles Zukunftskonzept. Bereitet Ihnen die gegenwärtige Verfassung da nicht Sorgen?
Gienapp: In der Tat hatte ich mir die Bilanz der bisherigen Rückrunde anders vorgestellt. Abgesehen vom Auftakt in Hildesheim und dem Heimspiel gegen Aufsteiger Rimpar setzte es nur Niederlagen. Trainer und Mannschaft sind gleichermaßen gefragt. Wir müssen wieder zu einem Teamwork finden. Kein Schickimicki-Handball, sondern knallharter Kampf um Punkte müssen im Mittelpunkt stehen.

Trainer Dr. Rastislav Trtik sieht unter anderem eine personell nicht optimale Vorbereitungsperiode als eine Ursache für den Negativtrend an. Teilen Sie seine Auffassung?
Aus meiner Sicht ist das zu einfach. Abstellungen für internationale Aufgaben sowie Verletzungssorgen hatten auch andere Vereine. Die gegenwärtige Verfassung ist tiefgründiger zu analysieren. Gerade als Psychologe ist der Coach gefragt. Woher kommen die vielen vergebenen Chancen und technischen Fehler? Auch ist es mir bei den Wechselspielern auf der Bank zu ruhig. Einschließen, Tacheles reden und als Team wieder herauskommen, um dann Bad Schwartau sowie die nächsten Kontrahenten wegzuputzen – das sollte auf der Tagesordnung stehen.

Da müssen aber auch auf der rechten Angriffsseite und im Tor Steigerungsraten her...
Kein Einwand. Momentan stimmt das Konzept nicht. Ich kann durchaus verstehen, wenn René Gruszka unzufrieden ist. Das System muss die Einbeziehung aller Positionen enthalten. Da ist auch der unmittelbare Aufbauspieler gefragt.

Sie planen das Spieljahr 2014/15. Wie ist der Stand?
Wir haben termingerecht den Lizenzantrag gestellt. Ich denke, dass wir im Mai grünes Licht bekommen. Personell sind unsere Begehrlichkeiten bekannt: Linkshänder im rechten Rückraum, Kreisläufer sowie Torwart. Diese Positionen haben sich im bisherigen Saisonverlauf als Baustellen erwiesen. Es ist ja kein Geheimnis, dass wir uns um den serbischen Linkshänder Stefan Terzic bemühen. Es wird weitere Probetrainierer geben. Und natürlich vergessen wir im Konzept den eigenen Nachwuchs nicht.

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