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Sportler aus MV bei den Paralympics : Fechterin will im Degen siegen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Rostockerin Simone Briese-Baetke ist heute ab 14 Uhr in ihren ersten Wettkämpfen bei den Paralympics gefordert

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erstellt am 13.Sep.2016 | 11:45 Uhr

Die Mission Gold beginnt heute für die Rollstuhlfechterin Simone Briese-Baetke bei den Paralympics im brasilianischen Rio de Janeiro. Ab 14 Uhr fordert die 50-Jährige die Weltelite heraus – und möchte am Ende selbst ganz oben auf dem Podest stehen.

Seit neun Jahren übt sie aktiv Rollstuhlfechten aus – und war schon erfolgreich bei Weltcups, Europameisterschaften sowie Weltmeisterschaften. Ihr größter Erfolg war bisher die Silbermedaille mit dem Degen bei den Paralympics 2012 (London). „Jetzt greife ich in Rio an“, sagt Simone Briese-Baetke .

Dabei hat sie einen eher leidigen Weg hinter sich: Mit 22 Jahren erfuhr sie, dass sie an Multipler Sklerose leidet. Wenig später erkrankte sie zudem an Epilepsie. „Ich hatte die Möglichkeit, bei einer komplizierten Gehirnoperation die Epilepsie zu besiegen, riskierte es und seitdem ist mein Sehnerv verletzt – und mein Gesichtsfeld eingeschränkt.“ Ihr Blickfeld ist in etwa so groß, als wenn man durch die Öffnung einer Küchenrolle sieht. Dennoch ist sie „dankbar dafür, dass ich das gemacht habe. Denn ich bin seit 1996 anfallsfrei. Das ist ein neues Leben – ein absolut neues Leben. Und ich feiere das jeden Tag“, sagt sie. Den Rollstuhl braucht sie, weil das Laufen immer schlechter wurde. Zum Fechten kam sie durch ihre Augenärztin aus Waren – und begann bei TuS Makkabi Rostock.

Bei Olympia möchte sie nun auch feiern – wenn sie selbst aber keine Prognose stellen will. Jedoch hat die Fechterin nach anderthalb Jahren gesundheitlicher Zwangspause, erst im April wieder angefangen zu trainieren. Wie sie ihre Gegner trotz ihrer eingeschränkten Sicht besiegen will: „Ich arbeite mit Gehör. Ich analysiere meine Kontrahenten nach deren Bewegungen und deren Ausdruck.“ Zuerst wird sie ihr Können im Degen (heute 14 Uhr) unter Beweis stellen und morgen ab 14 Uhr mit dem Florett.


Goalballer heute gegen Gastgeber dran


Die Goalballer um die Rostocker Reno Tiede, Christian Friebel und Thomas Steiger verloren gestern mit 5:9 gegen Schweden. Heute steht für das Team der Höhepunkt an, spielt es um 15.15 Uhr doch gegen Brasilien. Denise Grahl (Hanse-Schwimmverein Rostock) wurde im Vorlauf über 50 Meter Schmetterling in 40,62 Sekunden Fünfte und verpasste den Endlauf. Rollstuhlfechter Balwinder Cheema (Säbel) verlor alle seine Duelle und schaffte nicht den Sprung ins Viertelfinale.

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