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3. Fußball-Liga : FC Hansa droht Minuskulisse

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker rechnen am Sonnabend im Heimspiel gegen Unterhaching lediglich mit 5000 bis 7000 Fans

svz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Die Kicker des Drittligisten Hansa Rostock haben sich mit ihren schwachen Darbietungen – nur ein Heimsieg im Jahr 2014 – die Zuschauer quasi selbst aus der DKB-Arena gespielt. Die Erwartung für die Heimpartie am Sonnabend gegen die SpVgg Unterhaching (Anstoß 14 Uhr) bezifferte FCH-Pressesprecher Lorenz Kubitz auf lediglich 5000 bis 7000 Besucher. Damit droht den Norddeutschen eine Drittliga-Minuskulisse. Der bisherige Negativrekord datiert vom 29. März dieses Jahres, als gegen die Stuttgarter Kickers (2:2) nur 6200 Fans in das Stadion pilgerten. „Eine Grillparty ist schöner. Da kommt jeder
gerne. Doch im Krankenhaus lassen sich weniger sehen“, versucht FCH-Trainer Peter Vollmann in Bildern zu sprechen.

Der 56-Jährige nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, sagt ganz klar, dass sich sein Team zwar nicht auf der Intensivstation befinde, aber dennoch sehr wohl im Krankenhaus. Nur drei Siege aus 13 Spielen, 26 Gegentreffer, nur beim 2:0 in Mainz hinten zu null und Platz 16 – alles Zahlen, die die Fans wahrlich nicht vom heimischen Sofa locken.


Appell an die Fans – klare Worte ans Team


Dennoch appelliert er auch an die Anhängerschaft, morgen ins Stadion zu kommen und die Truppe in der schwierigen Situation zu unterstützen: „Ich kann nur von mir sprechen, und wenn in meiner Familie einer im Krankenhaus liegt, dann kommen alle zusammen, damit derjenige merkt, dass er nicht im Stich gelassen wird.“

Auch gegenüber dem Team findet der Fußball-Lehrer klare Worte. So wurden gestern noch einmal intensiv die Gegentore vom 0:3 bei den Stuttgarter Kickers ausgewertet. „Es sind 1000 Fans zu Fortuna Köln oder nach Reutlingen zum Spiel gegen die Kickers angereist. Da muss man den Spielern auch einmal sagen, was für einen Scheiß sie da gespielt haben. Letztlich ist die Tabelle keine Trainertabelle sondern ein Sinnbild aller Verantwortlichen. Dazu gehören auch die Spieler. Jeder Einzelne muss sich fragen, was er getan hat, und vor allem auch, was er nicht tut“, so Vollmann, der sich durch seine Ansprache eine Reaktion erhoffte und im Training auch bekam: „Das ist aber nur eine kleine. Die große muss dann am Sonnabend gegen Unterhaching erfolgen.“

Die Medizin, um seine Truppe aus dem Krankenhaus zu holen, hat der Chefcoach auch parat: „Fußballerisch sind bis auf wenige Ausnahmen alle Mannschaften gleich. Den Unterschied machen Leidenschaft und Aggressivität aus. In diesen Punkten können wir noch eine Menge tun.“ Als Beispiele führt er zwei ganz Große des heutigen Fußballs an: „Cristiano Ronaldo (portugiesischer Weltstar von Real Madrid – d. Red.) oder auch Philipp Lahm (Weltmeister 2014 mit Deutschland und Kapitän von Bayern München – d. Red.) bringen jeden Tag die nötige Leidenschaft für den Fußball auf, egal, ob sie schon eine Million oder 100 Millionen Euro verdient haben.“

 

 

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