Fußball-Landesliga : FC Förderkader marschiert voran

Marcel Jankowski und der FC Förderkader starten mit acht Punkten Vorsprung in die Rückrunde der Fußball-Landesliga Nord und sind damit erster Titelanwärter.
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Marcel Jankowski und der FC Förderkader starten mit acht Punkten Vorsprung in die Rückrunde der Fußball-Landesliga Nord und sind damit erster Titelanwärter.

Tabellenführer ist vom Verfolger FSV Kühlungsborn kaum noch zu verdrängen / SV Hafen, Laager SV und Graal-Müritz im Abstiegskampf

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12. März 2014, 23:36 Uhr

Die Rostocker Teams und der Region starten am Sonnabend in die Rückrunde der Fußball-Landesliga Nord. Während der Erste FC Förderkader René Schneider beste Aussichten auf den Titelgewinn hat, muss sich der Letzte TSV Graal-Müritz vehement gegen den Abstieg stemmen. Dazwischen ist für den SV Hafen Rostock, Laager SV und FSV Kühlungsborn noch alles möglich.


FC Förderkader René Schneider


Mit acht Punkten Vorsprung auf den Zweiten FSV Kühlungsborn ist der FC Förderkader René Schneider ganz klar auf Kurs Verbandsliga. Aber: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz“, warnte Trainer Stephan Malorny vor dem Rückrundenstart.

Dieser hat es in sich, schließlich trifft der Spitzenreiter am Sonnabend gleich auf den ärgsten Verfolger. „Auch wenn wir gegen Kühlungsborn in Bestbesetzung antreten und der Favorit sind, nehmen wir den Gegner sehr ernst“, so der Coach.

Malorny blickt auf eine intensive Wintervorbereitung zurück, „in der wir uns Woche für Woche steigerten“. Beleg waren die starken Testspielergebnisse gegen höherklassige Teams. So bot der Landesligist den Oberligisten FC Hansa II (2:6) und FC Pommern Greifswald (2:2) Paroli, setzte sich gegen den Verbandsligisten FSV Bentwisch 3:1 durch und schoss den Landesligisten Blau-Weiß Greifswald mit 9:2 ab. „Die Ergebnisse sind schwer zu beurteilen. Wichtig ist, dass wir nach der langen Pause schnell unseren Rhythmus finden“, hofft der Trainer. Personell kann er aus den Vollen schöpfen. Der Langzeitverletzte Keeper Florian Krause trainiert wieder, zudem hat sich das Team mit Jemal Myrzojan (früher Abbasov) vom Sievershäger SV verstärkt. „Wir sind besser drauf als zum Ende der Hinrunde. Jetzt schauen wir mal...“, so Malorny.


FSV Kühlungsborn


Entspannt sieht FSV-Trainer Jörg Koopmann der zweiten Halbserie entgegen. „Wir haben eine super Hinrunde gespielt und wollen diese Leistungen bestätigen.“ Traditionell absolvierte seine Mannschaft ein Kurz-Trainingslager in Sellin auf Rügen und einige Testspiele. „Da haben wir auch taktische Dinge probiert, um variabler zu werden“, so der Coach, der seinen breiten Kader mit Rückkehrer Philipp Scheller (kam vom FSV Bentwich) und einigen A-Jugendlichen ergänzte.

Gemeinsam will der FSV weiter oben mitmischen, „wenngleich der FC Förderkader in Sachen Titel das Rennen machen wird“, vermutet Koopmann. Dennoch will Kühlungsborn dem Tabellenführer am Sonnabend alles abverlangen. Bitter: Mit den gesperrten Silvio Schulz, René Schultz und Ingo Schultz fallen drei Leistungsträger aus.


SV Hafen Rostock


Der SV Hafen muss in der Rückrunde eher nach unten als nach oben blicken, beträgt doch der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nur vier Zähler. Dennoch blickt Co-Trainer Alexander Koch optimistisch dem Start entgegen: „Die Qualität ist da. Unser Anspruch muss sein, eine bessere Rück- als Hinrunde zu spielen und mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben“, so Koch.

Dazu absolvierte der SV Hafen eine gute Vorbereitung, „in der die Jungs voll mitgezogen haben. Außerdem nahmen wir Umstellungen am System vor, um flexibler zu agieren.“ Personell meldeten sich nach langer Verletzung Erik Holtz und Martin Thom fit. Dafür verließ Tommy Bladek aus privaten Gründen den Verein.


Laager SV


Auch der Laager SV blieb in der ersten Saisonhälfte hinter den Erwartungen zurück und steckt mitten im Abstiegskampf. Dennoch dürfte der LSV die Qualität besitzen, in der Tabelle wieder etwas nach oben zu klettern. Während Jens Beu aus privaten Gründen den Verein verlassen hat, verstärkte der zentrale Mittelfeldspieler Jan Topp (ehemals Anker Wismar) die Truppe des Trainergespanns Jacob/Pieper.


TSV Graal-Müritz


Schier hoffnungslos erscheint für den TSV Graal-Müritz der Abstiegskampf, beträgt der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz bereits zehn Punkte. „Die Lage ist unverändert. Mir stehen nur 15 Mann zur Verfügung. Das wird eine katastrophale Rückrunde, in der wir uns so gut wie möglich verkaufen wollen“, macht sich Trainer Reinhard Kempert keine großen Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Vielmehr gelte es, in der kommenden Saison in der Landesklasse einen Neuaufbau mit jungen Spielern zu starten. Einen Wunsch hat Kempert dann doch: „Am Sonnabend feiere ich meinen 56. Geburtstag. Hoffentlich gibt’s da gegen Güstrow keinen auf den Deckel.“

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