Fans stellen Vereinsliebe zur Schau

Schon am beliebten Treffplatz Am Brink leuchten die Hansa-Vereinsfarben Weiß und Blau.
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Schon am beliebten Treffplatz Am Brink leuchten die Hansa-Vereinsfarben Weiß und Blau.

Laternen und Straßenschilder in Rostocks KTV sind von Unbekannten mit Hansa-Wimpeln geschmückt worden

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07. Juni 2018, 09:22 Uhr

Rostock ist Hansa-Stadt: Dies zeigt sich dieser Tage trotz Spielpause unübersehbar im Stadtbild. Denn in einigen Straßen der Kröpeliner-Tor-Vorstadt wurden weiß-blaue Wimpel in Dreiecksform mit dem Logo des Fußball-Drittligisten an Laternenmasten sowie Straßenschildern befestigt. „Irgendwie ist es auch schön, dass die Fans so ihre Liebe zum Verein zeigen“, sagt Anja Zillmann. Die 44-Jährige arbeitet in einem Geschäft in der KTV und gibt zu: „So etwas sehe ich mir lieber an als Wahlkampfplakate.“ Der Grund dafür? „Sie sind selbst gemacht, kreativ und mit Herz“, ist sie sich sicher.

Für Marie Lucaßen harmonieren die Werke mit dem Image des Stadtteils. „Die KTV ist ein junges, hippes Viertel – da passen solche Sachen als Dekoration hin“, ist sich die 28-Jährige sicher und hat auch eine Vermutung, woher die Wimpel kommen. „Beim letzten Heimspiel (gegen den Halleschen FC – d. Red.) haben die Fans damit eine Choreografie gemacht. Ich finde es gut, dass sie es quasi wiederverwenden – auch das passt zur KTV“, sagt Marie Lucaßen mit einem Lachen.

Ob es nun eine gezielte Aktion oder nur ein Zurschaustellen der Vereinszugehörigkeit ist, mag auch die Vorsitzende des Ortsbeirates der KTV, Anette Niemeyer, nicht einschätzen, aber „aufgefallen sind sie mir gleich, das steht außer Frage. Solange diese Schilder nicht den Straßenverkehr behindern, ist es doch eine gute Sache.“

Diese Ansicht vertritt auch Christoph Bednarz: „Auf dem Weg zur Arbeit habe ich sie bemerkt. Mich persönlich stört es nicht und ich hatte auch nicht das Gefühl, davon beeinträchtigt zu sein. Sie sind nur an einigen Stellen angebracht, nicht zu übertrieben. Das finde ich gut.“ Für den 33-Jährigen zeigt dieses Vorgehen einmal mehr, dass „Hansa einfach zu Rostock gehört. Für einen Verein ist es wichtig, dass Fans eine Eigendynamik entwickeln und hinter ihm stehen und dies auch zeigen – vielleicht nicht immer so, wie es teilweise in Stadien passiert. Aber auf diese Weise ist das doch völlig in Ordnung“, so Christoph Bednarz.

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