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HC Empor Rostock : „Es zählen nur Punkte“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vereinsvorsitzender Jens Gienapp fordert vom Team „bedingungslosen Kampf von An- bis Abpfiff“

von
erstellt am 10.Feb.2015 | 08:41 Uhr

Jens Gienapp nimmt vor dem morgigen Start des Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock in die restlichen 17 Partien 2014/15 kein Blatt vor den Mund: „Ein einstelliger Platz war und bleibt unser Ziel. Mit Blick auf die Tabelle muss schnell Kurs auf ruhigeres Fahrwasser aufgenommen werden. Nach dem enttäuschenden 26:31 gegen Hildesheim sind seit Ende Dezember gut sechs Wochen ins Land gegangen. Zeit genug für jeden Einzelnen, über einiges nachzudenken und Schlussfolgerungen zu ziehen.“


Nur vier Zähler vor einem Abstiegsplatz


Die klaren Worte des HCE-Vorsitzenden kommen nicht von ungefähr. Nur vier Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz – das entspricht in keiner Weise dem Anspruch der Führungsetage des Traditionsvereins. Kein Wunder, dass Gienapp nachlegt: „Für mich zählen in dieser Phase Punkte und keine Schönspielerei. Voraussetzung ist ein bedingungsloser Kampf von An- bis Abpfiff. Damit sollte in Großwallstadt angefangen werden.“

Die Rostocker stehen mit Blick auf den Spielplan vor einem anspruchsvollen Programm. Neun Partien sind in fremden Gefilden, acht auf eigenem Parkett zu bestreiten. Letztere sind meist aber nicht von Pappe. Mit Rimpar, Hamm, Leipzig, Coburg, Schwartau und zum Saison-Halali Nordhorn kommen allein sechs Teams aus den Topten in die Stadthalle.

Auswärts müssen die Schützlinge von Aaron Ziercke dagegen bei den Liga-„Wackelkandidaten“ Henstedt-Ulzburg, Dormagen, Saarlouis und Essen ran. Alles Begegnungen, aus denen Zählbares mit an die Küste zu bringen ist.

Bis auf die Saarländer haben die Konkurrenten nachgerüstet. So verstärken mit Ex-Empor-Spieler Sasa Todosijevic und Pavle Karacic zwei Schweden Henstedt-Ulzburg, holte Essen Linkshänder Hannes Lindt vom Erstligisten Bietigheim zurück, angelte sich Aufsteiger Dormagen den erfahrenen Slowenen Nejc Poklar und Marjan Basic (Stralsund). Selbst Hüttenberg versucht mit dem Trainerwechsel von Axel Spandau auf den zuvor in Eisenach geschassten Adalsteinn Eyjólfsson und dem Neu-Engagement von Ragnar Johannsson sowie Damir Doborac eine Aufholjagd zu starten.

Dass neue Besen gut kehren, hatte Empor bereits gegen Hildesheim mit deren Neuen Mateusz Przybylski, Goran Gorenac und Andreas Simon erfahren müssen. Die Wechselfrist läuft erst am 15. Februar ab. Bei den Rostockern „sind aus heutiger Sicht keine personellen Veränderungen zu erwarten“, lässt GmbH-Geschäftsführerin Juliane Radike wissen.

Das kann auch so formuliert werden: Die Suppe, die sich das Team bisher einbrockte, soll auch gemeinsam ausgelöffelt werden. Und da sind Spieler und die im Verein für den sportlichen Part Verantwortlichen gleichermaßen in die Pflicht zu nehmen. Auch jene, die in der Saison 2015/16 nicht mehr das Empor-Dress tragen werden, wie Patrik Hruscak (nach Eisenach) und Tom Wetzel (HSV Hamburg) oder auch Roman Becvar, den der SC DHfK Leipzig gern in die Messestadt lotsen möchte.


Quo vadis, HC Empor?


Für zusätzliche Unruhe sorgt zudem ein DHB-Angebot für Aaron Ziercke, die Frauen-Nationalmannschaft zu übernehmen. Da kann wirklich die Frage gestellt werden: Quo vadis, HC Empor? Der Ausdruck „Abstiegskampf“ scheint noch ein Fremdwort zu sein. Nur durch Taten und fleißiges sowie akribisches Arbeiten und an einem Strang ziehen, wird es auch so bleiben können. Auf ein zweites „Nordhorn-Wunder“ – am 2. Juni 2012 sicherte sich der HCE nach einem großen Rückstand mit 34:32 noch den Last-Minute-Klassenerhalt – sollte man es nicht ankommen lassen.


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